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Um den Freudentanz im TSV-Sportcenter in Dormagen von vor eineinhalb Jahren wiederholen zu können, wäre ein Hinspiel-Erfolg der MT-Talents nicht die schlechteste Basis. (Foto: WMK)

DM A-Jugend: Die MT Talents unter den Top-8 in Deutschland – mit Hunger auf mehr

Die B-Jugend hat es im vergangenen Jahr vorgemacht, die A-Jugend zieht in dieser Saison nach. Erstmals in der Vereinsgeschichte haben sich auch die älteren Jahrgänge für die Verlängerung, die finalen Playoffs, qualifiziert. Kurios: mit dem TSV Bayer Dormagen, auch unter dem Pseudonym „Dormagener Wiesel“ unterwegs, treffen die Melsunger als Vizemeister der Staffel Mitte im Viertelfinale des in Hin- und Rückspiel  ausgetragenen KO-Systems auf ihre alten Weggefährten aus der Staffel West der Jugendhandball-Bundesliga (JBLH). Die erste Partie steht am Sonntag, dem 28.04.2019, um 14 Uhr in der Melsunger Stadtsporthalle an.

Drei Jahre lang war die mJSG im Westen unterwegs, bevor die Umgruppierung in die Staffel Mitte erfolgte. Drei Jahre, in denen immer wieder herausragende Spiele sowie einige bemerkenswerte Siege gelangen. Zum ganz großen Wurf reichte es indes nicht. Womit nicht einmal der Einzug in die Meisterschafts-Playoffs gemeint ist, sondern überhaupt erst einmal der Sprung unter die ersten sechs Mannschaften der eigenen Zwölfer-Gruppe. Denn das hätte die direkte Neuqualifikation für die nächste Bundesliga-Saison bedeutet. Einmal verfehlten die Bartenwetzer das Ziel als Tabellen-Siebter nur hauchdünn, mussten die Quali-Mühle letztlich jedoch ein ums andere Mal wieder durchlaufen.

Mit dem Start der Saison 2018/19 ging die Versetzung von der Staffel West in die Staffel Mitte einher. Gemeinsam übrigens mit dem VfL Gummersbach, der damit als einziger Konkurrent in jedem der vier JBLH-Jahre seine Aufwartung in Melsungen machte. Was nun so nicht mehr gelten kann. Denn das Los wollte es, dass sich die Endrunden-Vertreter aus dem Westen und der Mitte um den Halbfinal-Einzug miteinander duellieren müssen. Als Mitte-Zweiter hinter der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen bekommt es der MT-Nachwuchs deshalb mit dem Weststaffel-Meister, dem TSV  Bayer Dormagen,  zu tun.

Eine höchst interessante Paarung, weil die anfangs große Distanz zwischen beiden im Laufe der Zeit schwand. Waren es in den ersten beiden Spielzeiten der mJSG noch sechs beziehungsweise sieben Plätze, die Melsungen von Dormagen trennten, beendeten die MT Talents die vergangene Saison erstmals vor den Rheinländern. Interessant ist auch, dass sich gleichzeitig beide Vereine für die B-Jugend-Endrunde 2017/18 qualifizierten. Die Nordhessen scheiterten vor Jahresfrist schon im Achtelfinale am späteren Vizemeister Rhein-Neckar Löwen, die Westdeutschen erst im Halbfinale am gleichen Gegner. Teile dieser beiden letztjährigen U17-Mannschaften stehen sich jetzt in der U19 direkt gegenüber.

Für die Melsunger ist die Verlängerung der Saison nichts anderes als eine erfreuliche Draufgabe, denn das Ziel ist mit einem Platz unter den ersten sechs und der Direktqualifikation für die kommende Saison bereits erreicht. Das allerdings führt nun nicht etwa zu Zufriedenheit, sondern macht im Gegenteil Hunger auf mehr. Zumal es nichts mehr zu verlieren gibt und der Premieren-Tanz unter den acht besten Nachwuchsteams ganz Deutschlands in jeder einzelnen Minute genossen werden kann.  Wer weiß schon, was diese relative Freiheit bewirken kann? Sicher gelten die MT Talents in dieser Viertelfinal-Paarung als Außenseiter, zumal sie zuerst daheim antreten müssen.  Aber alle starten bei Null und eine gefüllte, stimmgewaltige Stadtsporthalle im Rücken könnte helfen, Favorit Dormagen für das Rückspiel eine Woche später mächtig unter Druck zu setzen.

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