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Mit zehn Toren erfolgreichster Torschütze der Partie: Julian Fuchs bewies einmal mehr Vollstrecker-Qualitäten. (Foto: WMK)

JBLH: mJSG gnadenlos - Einzug ins DM-Viertelfinale perfekt

Die mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen hat durch einen Kantersieg den Einzug in die Playoffs zur Deutschen Meisterschaft vorzeitig perfekt gemacht. Mit 41:16 (19:5) gegen den HSC 2000 Coburg feierten die Nordhessen den höchsten Sieg ihrer Geschichte in der Jugendhandball-Bundesliga und sicherten damit ihren zweiten Tabellenplatz in der JBLH-Staffel Mitte unabhängig vom Ausgang der letzten Partie gegen Gummersbach ab. Zu keinem Zeitpunkt ließ die Brede-Sieben auch nur einen Hauch von Zweifel am klaren Erfolg aufkommen.

Wirkliche Spannung kam erst gar nicht auf in dieser von Beginn an doch recht einseitigen Partie. Zwar mühten sich die Gäste nach Kräften, vermochten aber den stabilen Abwehrriegel um das bärenstarke Innenblock-Duo Jona Gruber und Nikita Pliuto nicht in Verlegenheit zu bringen. Zwar gelang Rick Harder gleich im ersten Angriff die Führung für den HSC, dann aber war dicht vor Torhüter Glenn Eggert, der kaum einzugreifen brauchte. Weil das Umschaltspiel nahezu perfekt funktionierte und das Leder nach wenigen Stationen bereits im Netz zappelte, machte Tomas Piroch nach sieben Minuten bereits das 5:1.

Der einzige Coburger, der es auch körperlich mit der robusten mJSG-Defensive aufnehmen konnte, war Rick Harder. Noch zweimal traf der Rückraum-Linke zum 5:3 (9.), dann war durch die Umstellung auf eine 5:1-Deckung mit Julian Fuchs auch ihm die Gefährlichkeit genommen. Fuchs profitierte in der Folge von seiner vorgezogenen Position und war an praktisch jedem Gegenstoß beteiligt. Das 9:3 (15.) war schon sein dritter Treffer.

Eine Auszeit von HSC-Coach Martin Röhrig brachte keine Besserung im Spiel seiner Mannschaft. Melsungen diktierte das spiel, dominierte den Gegner nach Belieben und schraubte das Ergebnis auf 13:3 hoch. Der Torschütze? Natürlich einmal mehr der enorm spielfreudige Julian Fuchs. Der anschließend auch noch zweimal als Siebenmeterschütze in Erscheinung trat, weil Max Bieber zuvor zweimal innerhalb von nur einer Minute an Gästekeeper Vincent Plötz gescheitert war. Auf das Konto des eingewechselten Paul Kompenhans ging sowohl das 16:4 (25.) als auch der Pausenstand von 19:5.

An ein Nachlassen war auch nach dem Seitenwechsel nicht zu denken. Zwar hatte Trainer Björn Brede inzwischen komplett durchgewechselt und im Rückraum auf die drei B-Jugendlichen Paul Kompenhans, Ole Pregler und Daid Kuntscher gesetzt, dem einseitigen Spielverlauf tat das jedoch keinerlei Abbruch. Alle drei trafen, es stand 22:5 (35.). Erst danach wurde der Druck insofern weniger, als dass die Abwehr nun doch einige schöne Aktionen der Gäste zuließ. Rick Harder profitierte davon wie auch Luis Neumann, beide waren je zweimal erfolgreich, ehe dann Harder mit seinem sechsten Treffer die Torausbeute auch für den HSC zweistellig gestaltete (30:10, 46.).

Bei den Gastgebern hatte das viel beanspruchten Stammpersonal längst die Regeneration begonnen, da drehten die frischen Kräfte noch einmal auf. Louis Badenheuer setzte sich mehrfach schön am Kreis durch, David Kuntscher demonstrierte Wurfkraft pur. Über Maxim Pliutos 35:13 (52.) setzte sich die mJSG auf 38:15 (Nikita Pliuto, 57.). ab. Leon Kessel überwand ein letztes Mal den ebenfalls eingewechselten Björn Wenderoth, dann waren die Hausherren für den Spielausklang zuständig. Wobei Max Biebers 40. Treffer noch einmal besonderen Jubel erhielt, ehe Maxim Pliuto den Schlusspunkt setzte.

Stimmen zum Spiel

Björn Brede: Coburg war mit einigen B-Jugendlichen angetreten. Ich habe trotzdem gewarnt, den Gegner nicht zu leicht zu nehmen und der Mannschaft klar gesagt, dass nur wir bei diesem Spiel entscheiden werden, wie s läuft. Wir mussten sofort zeigen, wer am Ende als sieger vom Feld gehen wird. Das haben die Spieler verinnerlicht und perfekt umgesetzt. Irgendwann in der ersten Halbzeit hatte ich dann das Gefühl, dass wir nachlässig werden. Es blieben Tempogegenstöße liegen und Pässe wurden schlampig gespielt. Das habe ich in einer Auszeit angesprochen und die Mannschaft hat den Schalter sofort wieder umgelegt. Jetzt ist der Einzug in die Meisterschafts-Playoffs zwar geschafft, aber nächste Woche gegen Gummersbach wird uns auch nur ein stark dezimiertes Team zur Verfügung stehen. Deshalb ist es gut, den Schritt schon heute perfekt gemacht zu haben.

Martin Röhrig: Melsungen war uns klar und auch in dieser Höhe überlegen. Da bleibt nur der Glückwunsch an Spieler und Trainer zum Einzug ins Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft. Sie haben es sich absolut verdient. Wir konnten da in keiner Phase des Spiels dagegen halten. Bedingt natürlich auch dadurch dass bei uns einige gefehlt haben. Melsungen war schneller, präsenter, körperlich wacher. Wir hatten einige B-Jugendliche dabei, die nächste Woche auch um die Deutsche spielen werden. Für die war es heute vielleicht gut, noch einmal die Grenzen aufgezeigt bekommen zu haben. Sie wissen jetzt, woran sie noch arbeiten müssen. Mit der A-Jugend werden wir dann wieder die Qualifikation für die nächste Saison in der JBLH angehen.

Statisik

mJSG: Eggert (13 Paraden / 8 Gegentore), Wenderoth (7 P. / 8 G.) , Herbst (n. e.); Piroch 4, Badenheuer 4, Gruber 1, Kompenhans 3, Damm 3, Pregler 2, Bieber 3, Fuchs 10/3, N. Pliuto 2, M. Pliuto 5, Kuntscher 4 – Trainer Björn Brede.

HSC: Plötz (7 P. / 19 G.), Knauer (5 P. / 22 G.); Brüning-Wolter 1, Kessel 1/1, Dettenthaler 1, Mielenhausen, Neumann 4, Dannhäuser 1, Wendel, Berghold, Dittmar, Kaltenhäuser 1, Harder 7 – Trainer Martin Röhrig.

Z: 110 - SR: Eckert / Ludwig (Leipzig) - Strafen: 4 : 10 Minuten – 7m: 6/3 : 3/1.

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