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30 Melsunger Tore auf einem Foto: Lukas Franz (links, 12 Tore) und Marcel Dietrich (rechts, 16) lieferten trafen wie am Fließband. Marvin Müller (im Hintergrund) steuerte ebenfalls zwei Treffer bei, Jestädts Jakob Manegold traf immerhin viermal. (Foto: WMK)

Bezirksoberliga: Zum zweiten Mal diese Saison die 40 geknackt

Die MT Melsungen 3 gab sich gegen die HSG Jestädt/Grebendorf keine Blöße. Mit 43:23 (23:11) feierte die Mannschaft von Trainer André Sperl einen auch in dieser Höhe vollkommen verdienten Sieg, der bei konsequenter Nutzung der Möglichkeiten leicht noch höher hätte ausfallen können. Es war nach dem Auftahksieg gegen Böddiger das zweite Mal in dieser Saison, dass die „Schallmauer 40“ fiel. Damit rückten die Bartenwetzer wieder näher an Wollrode heran, das mit nun nur noch zwei Punkten mehr auf Rang vier der Bezirksoberliga-Tabelle steht.

Gegen die nur mit acht Feldspielern angereisten Gäste hatte die MT von Beginn an keine nennenswerten Probleme. Marcel Dietrich störte wirkungsvoll vorgezogen in der 5-1-Deckung und war bei Ballgewinnen blitzschnell vorn, Lukas Franz aus dem Rückraum, Jonas Pitz von Linksaußen sowie Paul Heising und noch einmal Pitz hatten schon nach acht Minuten eine 9:1-Führung herausgeworfen. Wobei die überwiegende Zahl der Ballgewinne über das starke Blockverhalten zustande kam, zweimal parierte Stefan Gröning im Tor stark.

Mit diesem klaren Vorsprung im Rücken schlichen sich die ersten leichten Unkonzentriertheiten ein, ohne dass aber ein echter Bruch ins Spiel gekommen wäre. Die Tore fielen einfach nicht mehr in diesen kurzen Abständen, zumal auch Gästekeeper Thomas Gross mehrfach glänzend reagierte und rettete. Dennoch waren gerade erst sechzehn Minuten gespielt, als Marcel Dietrich mit seinem fünften Treffer im Gegenstoß mit dem 13:3 die erste zweistellige Führung erzielte.

Dabei blieb es dann erst einmal. Weil André Sperl schon frühzeitig mit dem Durchwechseln begann und das einerseits den Spielfluss unterbrach, andererseits auch Lücken in der Abwehr nach sich zog. Jestädt hielt den Abstand nicht nur konstant, sondern knabberte nach Paul Heisings 18:7 (24.) sogar drei Tore ab. Was Marcel Dietrich mit ebenfalls drei Toren am Stück direkt wieder auf 21:10 korrigierte (28.). Lukas Franz sorgte mit einem Doppelpack für den Halbzeitstand.

Sehr ruhig ließen es die Gastgeber nach der Pause angehen. Allein Lukas Franz zeigte unvermindert Zug zum Tor und machte sich daran, intern gegenüber Marcel dietrich aufzuholen, der nach 30 Minuten bereits zehn erfolgreiche Versuche auf seinem Konto hatte. Eins legte er auch noch nach, Franz aber traf gleich vier Mal zum 28:15 (38.) und kam damit auf neun. Mehr Beifall als er bekamen aber Bastian Schott und Martin Böhme für ihren gemeinsam gelaufenen Tempogegenstoß, den Böhne zum 29:15 abschloss (39.).

Respekt nötigte die Leistung der Gäste dennoch ab. Mit ihrem Rumpfkader steckten sie niiemals auf oder ließen sich zu Frusthandlungen hinreißen, sondern vermochten mitunter auch spielerische Akzente zu setzen. Allerdings stand ihnen dabei sehr oft Stefan Gröning im Wege. Der MT-Routinier regelte viel über glänzendes Stellungsspiel und hielt seine Quote recht konstant bei 40%.

 Währenddessen lief das Duell um die Tages-Torjägerkrone weiter. Zwischenzeitlich war Dietrich mit seinem 37:22 auf 14 davongeeilt, Franz zog vor allem über verwandelte Siebenmeter nach – Tor Nummer zwölf war das 39:22 (55.). Aber der Liga-Goalgetter ließ nichts anbrennen. Nach dem spendenschwangeren Tor zum 40:23 legte er noch einen nach. Wodurch Franz trotz des letzten Treffers des Tages trotz toller Aufholjagd in der zweiten Hälfte„nur“ noch auf zwölf kam.

Statisik

MT3: Gröning (18 Paraden / 22 Gegentore), Meurer (bei einem Siebenmeter, 0 P. / 1 G.), Suck (n. e.); Dietrich 16/1, Böhme 1, Sperl, Salzmann 1, Heising 2, Eberhard 1, Müller 2, Schott 1, Hruby 5, Pitz 2, Franz 12/5 – Trainer André Sperl.

HSG: Gross (7 P. / 23 G.), Gross (4 P. / 20 G.); Heyer, M. Ständer 5, Namyslo 2, Wollenhaupt 1, F. Ständer 4, Hobbie 4/2, Ebert 3, Manegold 4  - Trainer Julian Triller.

Z: 38 - SR: Hau / Kremser (Dipperz / Hainzell) - Strafen: 2 : 6 Minuten – 7m: 7/6 : 2/2.

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