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Er ragte aus einer ansonsten geschlossenen Mannschaftsleistung heraus: Max Pregler erzielte acht Tore und war in der zweiten Hälfte Dreh- und Angelpunkt im Spiel der MT. (Foto: HHF)

Oberliga: DERBYSIEG! Zwei "Bigpoints" auf dem Weg zum Klassenerhalt

Das war ein Befreiungsschlag vor ganz großer Kulisse. Mit 28:26 (14:13) zwang die MT Melsungen den Lokalrivalen ESG Gensungen/Felsberg vor fast 700 Zuschauern in der Melsunger Stadtsporthalle in die Knie und holte zwei ganz wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Für die ESG dürfte der Zug in Richtung Meisterschaft damit abgefahren sein. Zunächst sah es sogar nach einem deutlichen Erfolg des Fuldatals aus. Mit sechs Toren führte die MT schon Mitte der ersten Hälfte. Dann konterte das Edertal und machte das Spiel wieder spannend. Das blieb es auch bis zum Schluss, wobei die Hausherren ihre zum 3:2 erstmals eroberte Führung zu keinem Zeitpunkt mehr aus der Hand gaben.

Die ersten drei Spielminuten gehörten aber den Gästen. Benedikt Hütt und Vince Schmidt drehten das 1:0 von Marian Seibert in eine eigene Führung. Dann aber übernahm die MT das Zepter. Merlin Kothe traf fulminant zum Ausgleich, Nino Jedinak vollendete einen Tempogegenstoß und Max Pregler setzte noch einen drauf. Nach sechs Minuten führte der vermeintliche Außenseiter mit 4:2. Und hatte noch längst nicht genug. Einmal durfte Cornelius Feuring, dann waren die Rot-Weißen durch Marian Seibert und Merlin Kothe wieder doppelt dran- 6:3 (9.).

Die erste Auszeit nahm ESG-Trainer Arnd Kauffeld nach Nikita Pliutos 8:5 (13.), die zweite war genau dreieinhalb Minuten später fällig. In der Zwischenzeit hatten Nino Jedinak, Marian Seibert, nochmal Nikita Pliuto und Max Pregler bei einem Gegentor durch Cornelius Feuring auf 12:6 erhöht. Gensungen war von der Rolle, Melsungen obenauf. Dazu passte, dass die ESG es auch vergeblich mit einem Torhüterwechsel versucht hatte. Aber nach Drei Gegentoren innerhalb nur zwei Minuten musste Martin Herwig seinen Platz umgehend wieder räumen.

Die MT blieb bestimmend, erzielte das 13:7 durch Merlin Kothe und hatte das Momentum nach Jan-Lasse Herbsts gehaltenem Siebenmeter gegen Heinrich Wachs auf seiner Seite. Dann riss der Faden abrupt. Die ESG deckte offensiver, Benedikt Hütt drehte auf. Drei Tore in Folge gelangen dem ehemaligen Melsunger und Wachs traf aus dem Feld. Drei Minuten vor dem Pausenpfiff waren die Gäste wieder auf Tuchfühlung. Marian Seibert beendete mit seinem 14:12 die knapp zehnminütige Torflaute seiner Mannschaft, aber dank Vince Schmidt blieb Gensungen/Felsberg dran.

Nach dem Seitenwechsel allerdings war das Fuldatal wieder am Drücker. Weil die Abwehr unermüdlich rackerte und der Wille erkennbar da war, das vorher kaum möglich Erscheinende wahr zu machen. Und weil Vlad Avram das Mittel gegen Marc Lauterbach gefunden hatte: warten bis der Keeper sitzt und dann hoch ins Netz. Zweimal praktizierte er das kurz hintereinander und brachte die MT wieder mit 18:15 in Vorlage (38.).

Gensungen stemmte sich dagegen, zeigte Einsatz. Marc Lauterbach warf sich ohne Rücksicht auf eigene Verluste in den Wurf von Julian Damm aus kürzester Distanz. Das brachte ihm einen schmerzhaften Gesichtstreffer und einen kurzzeitigen Knockout ein, aber er blieb auf dem Feld. Konnte dennoch nichts ausrichten gegen Nino Jedinaks Sprungwurf aus dem Rückraum zum 20:16 (43.), Vlad Avram und Max Pregler erhöhten gar auf 22:17 (45.).

Auch die Edertaler setzten noch Highlights. Wie den tollen Pass von Vince Schmidt an den Kreis zu Maik Gerhold, der das Leder fulminant an die Latte jagte. Das konnte Max Pregler auch, nur dass er die Unterkante des Holzes anvisierte, von wo der Ball zurück ins Spielfeld prallte. Hin und her ging es in dieser Phase. Weder vermochte sich die MT abzusetzen, noch die ESG aufzuschließen. Max Pregler wurde immer stärker und arbeitete nachhaltig an seinem persönlichen Torekonto. Weil die Kauffeld-Sieben zuverlässig antwortete, blieb es bis Jona Grubers 25:20 konstant bei fünf vor für Rot-Weiß (52.).

Es lief die Zeit der Strafen gegen Melsungen. Die gegen Vlad Avram nutzten Benedikt Hütt und Heinrich Wachs, um zurückzukommen, Marian Seibert antwortete mit dem 26:23 (56.). Das Spiel wurde intensiver, verbissener und blieb trotz hitziger Atmosphäre auf den Rängen dennoch zu jedem Zeitpunkt fair. Dennoch endeten die Angriffe in Siebenmetern. Erst traf Jan Hendrik Otto, dann Max Pregler doppelt vom Strich zum 28:24 (58.). Sein dritter Versuch wurde zwar Beute von Marc Lauterbach, aber da war nur noch etwas mehr als eine Minute auf der Uhr und bis auf eine Resultatsverbesserung wollte den Gästen nichts mehr gelingen.

Statisik

MT2: Herbst (4 Paraden / 13 Gegentore), Eggert (6 P. / 13 G.); Hagemann, Jedinak 4, Pliuto 2, Seibert 5, Gruber 1, Avram 3, Kothe 3, C. Damm, Pregler 8/2, J. Damm, Gisbrecht 2, Goßmann – Trainer Georgi Sviridenko.

ESG: Lauterbach (14 P. / 25 G.), Herwig (0 P. / 3 G.); Gerhold 1, Hütt 8, Wachs 3, Schmidt 6, Otto 3/3, Feuring 3, Heyne, Schneider, Rohde 31, Kothe 1, Pollmer, Vaupel - Trainer Arnd Kauffeld.

Z: 687 - SR: Kerth / Knodt (Erfelden) - Strafen: 10 : 4 Minuten – 7m: 4/2 : 4/3.

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