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Nicht nur wegen seiner formidablen Treffsicherheit war Marian Seibert der überragende Melsunger beim Sieg über Wettenberg. Neben vielen weiteren klugen Anspielen glänzte er auch defensiv, hier zusammen mit Christian Damm gegen Niclas Puhl. (Foto: WMK)

Oberliga: MT2 stellt ihre Heimstärke unter Beweis

Zwei ganz wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt in der Handball-Oberliga Hessen gelangen der MT Melsungen II beim 30:28 (12:10) gegen die HSG Wettenberg. Im Gegensatz zur Vorwoche brannte die Mannschaft, diesmal wieder verstärkt durch A-Jugendliche, auf den Erfolg. Und spielte sich nach verhaltenem Beginn noch vor der Halbzeitpause frei. Angeführt vom überragenden Marian Seibert, der neben seinen elf Toren mit zahlreichen öffenenden Pässen die Vorarbeit zu Treffern seiner Mannschaftskollegen leistete und gestützt auf gute Abwehrarbeit mit Fabian Meyfarth als reaktionsschnellem Torhüter verließ die MT damit die Abstiegsplätze wieder.

Hin und her ging es in der Anfangsphase. Beide Mannschaften schenkten sich nichts und legten ein gutes Tempo vor. Nicht immer erfolgreich im Abschluss, aber gut anzusehen und mit viel Engagement geführt. Und so wechselten auch die Führungen hin und her. Erst war Wettenberg dran mit dem 0:1 durch Johannes Schwarz, dann Melsungen zum 2:1 durch Marian Seibert und Eugen Gisbrecht (4.). Es wechselte erneut auf 2:3 und sogar 3:5 nach Tobias Henkels Treffer (8.), doch umgehend glich Marian Seibert mit zwei erfolgreichen Abschlüssen wieder aus (10.).

Seibert war es auch, der die MT zum 7:6 wieder nach vorn warf (15.). Der Auftakt zu fünf ganz starken Minuten der Gastgeber. Denn einzig Kai Olbert vermochte sich gegen die sicher stehende rot-weiße Deckung zum vorerst letztmaligen Ausgleich durchsetzen. Danach sorgten Julian Damm, Eugen Gisbrecht von der Siebenmeterlinie und Merlin Kothe für eine inzwischen verdiente 10:7-Führung (21.).

Die jedoch keine nachhaltige Sicherheit brachte. Lukas Becker stellte den Anschluss zum 10:9 wieder her (26.), während sich die Torflaute der MT auf über sechs Minuten ausdehnte. Erst Christian Damm brach den Bann nach einem prima Pass von Tomas Piroch an den Kreis (27.). Merlin Kothe sorgte dafür, dass diese zwei Tore im Plus auch mit in die Kabine genommen werden konnten.

Aus der die Melsunger weitaus wacher herauskamen als ihr Gegner. Erst traf eugen Gisbrecht aus dem Feld, dann zweimal von der Siebenmeterlinie, weil Wettenbergs Abwehr immer einen Schritt zu spät dran war. Doch die Gäste blieben dran, weil Lennart Lauber sich ebenfalls als treffsicher erwies. Christian Damm legte dann aber nach überragendem Passzuspiel von Marian Seibert mit dem 17:13 vier dazwischen, Seibert selbst erhöhte mit zwei Toren innerhalb rekordverdächtiger acht Sekunden auf 19:14, nachdem er den Ball beim Anwurf clever gestohlen hatte (40.).

Bis Mikulas Cejkas Tor zum 23:18 (47.) blieb alles wie gehabt. Melsungen spielte seine Feldüberlegenheit aus und kam über ruhigen, überlegten Spielaufbau zu seinen Toren. Bis Wettenberg seine zuvor schon offensivere Abwehr noch eine Stufe aggressiver spielte und Melsungen damit mehrfach überraschen konnte. Die erste Welle lief gut und die Mittelhessen kamen durch Lennart Lauber wieder näher (24:22, 51.).

Es wurde hektischer und verbissener, aber nie unfair. Insbesondere Marian Seibert fand immer wieder die Nahtstellen zum Durchbruch. Nach seinem 27:24 kam der Sieg in greifbare Nähe (54.). doch es wurde noch einmal richtig spannend. In der Schlussminute gelang Lennart Lauber das 29:28, ehe Eugen Gisbrecht, fast zwangsläufig auf Zuspiel des überragenden Seibert, den Schlusspunkt setzte.

Statisik

MT2: Meyfarth (15 Paraden / 27 Gegentore), Eggert (bei einem Siebenmeter, 0 P. / 1 G.); Hagemann, Cejka 1, Seibert 11, Gruber 1, Avram, Kothe 3, C. Damm 4, Pregler 2, J. Damm 1, Reinbold, Gisbrecht 7/3, Piroch – Trainer Georgi Sviridenko.

HSG: Stroh (9 P. / 23 G.), Dellner (0 P. / 7 G.); Schwarz 1, Schäfer, Weide, Puhl 2, Becker 7/2, Olbert 3, Schneider 1, Henkel 1, Oyono 3, Kneissl 2, Foos, Lauber 8/4 - Trainer Axel Spandau.

Z: 80 - SR: Heinzel / Wieprecht (Wallau-Massenheim) - Strafen: 8 : 4 Minuten – 7m: 3/3 : 6/5.

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