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Der Kopf ging nach unten. Mit fünf Toren war Vlad Avram bester Melsunger Torschütze in Babenhausen, vermochte damit die deutliche Niederlage aber auch nicht zu verhindern. (Archiv-Foto: WMK)

Oberliga: Keine Chance in Babenhausen

Die MT Melsungen II hat im Kampf um den Klassenerhalt in der Oberliga Hessen einen empfindlichen Rückschlag einstecken müssen. Mit 22:32 (10:15) unterlagen die Nordhessen bei Rot-Weiß Babenhausen, das zuvor punktgleich war und nun den am Ende möglicherweise entscheidenden direktvergleich gegen die MT für sich entschieden hat. Zu keinem Zeitpunkt waren die Bartenwetzer in Reichweite eines Punktgewinns und fielen durch Punktgewinne weiterer direkter Konkurrenten wieder auf einen Abstiegsplatz zurück.

Nachdem auch Glenn-Louis Eggert kurzfristig mit der A-Jugend zum Auswärtsspiel fahren musste, traten die Nordhessen ohne jede Unterstützung des Nachwuchses und nur mit einem Torhüter zum so wichtigen Spiel im Kampf um den Klassenerhalt in Babenhausen an. Und erwischten dort einen denkbar schlechten Start. Gut drei Minuten waren erst absolviert, da lag die Sviridenko-Sieben bereits mit 0:3 hinten.

Danach fing sich die Mannschaft, feierte selbst Torerfolge durch Vlad Avram und Max und durch kverPregler, vermochte den Rückstand aber nicht zu verkürzen. Im Gegenteil schraubte Robin Schulz nach elfeinhalb Minuten auf 9:4 hoch. Die Frequenz der Gegentore ließ Schlimmes befürchten, doch plötzlich waren die Tore auf beiden Seiten wie vernagelt. Erst fünf Minuten später brach Christian Damm den Bann, eine weitere Zeigerumdrehung später brachte Felix Mann die Gastgeber zurück auf die Anzeigetafel (10:5, 18.).

In diesem Abstandsrahmen blieb es bis zur Halbzeitpause. Zwar lag Babenhausen nach Felix Manns nächsten Treffer sogar mit 13:6 vorn und Max Pregler vergab zu allem Überfluss bereits den zweiten MT-Siebenmeter, was erneut böse Vorahnungen weckte. Doch dann besannen sich die Rot-Weißen, legten einen Gang zu und kamen durch Erfolge von Max Pregler, Marian Seibert und sogar einem von Fabian Meyfarth wieder auf 13:9 heran (27.). Bei Halbzeit waren es nach dem dritten ausgelassenen Strafwurf, diesmal von Vlad Avram, dann wieder minus fünf auf der Anzeigetafel.

Die Hoffnungen auf eine Wende waren nach Wiederbeginn schnell begraben. Bis auf Christian Damms Verkürzung auf 16:11 (32.) gelang nicht viel. Paul Raschke und der treffsichere Lucas Eisenhuth legten schnell wieder sieben Tore zwischen beide Teams (34.), nach dem neunten Streich des Babenhausener Torjägers zum 22:14 sogar acht (44.).

Grund genug für Trainer Georgi Sviridenko, schon früh seine dritte und letzte Auszeit zu nehmen. Die jedoch brachte nur kurz Entlastung. Vlad Avram und Merlin Kothe knabberten zwei Tore Rückstand ab, fielen dann aber mit ihren Kollegen wieder zurück in die alte Spur. Über 25:16 (Jakob Stoffel, 51.) zogen die Südhessen bis auf 29:18 durch zwei Tore von Robin Drews innerhalb von nur 17 Sekunden davon (54.).

Der Rest der Partie war Formsache. Babenhausen gab sich keine Blöße mehr, der MT wollte keine gravierende Ergebniskorrektur mehr gelingen. So setzte es schlussendlich eine ebenso hohe wie schmerzhafte Niederlage beim direkten Tabellennachbarn, die durch die Punktgewinne von Wiesbaden, Pohlheim und Büttelborn umso mehr schmerzte.

Statisik

MT2: Meyfarth 1; Hagemann 1, Jedinak 2, Seibert 2, Avram 5, Kothe 3, Damm 3, Pregler 4, Bruns, Reinbold, Gisbrecht 2/1, Dexling – Trainer Georgi Sviridenko.

RWB: Goder, Oldach; Drews 6, Brandt 3/1, Kirchherr, Holschuh, Stoffel 2, Raschke 3, Sillari, Schmitt 1, Mann 3, Ratley, Eisenhuth 9/3, Zappe 5 - Trainer Oliver Schulz.

Z: 100 - SR: Budde / Ehlert (Groß-Rohrheim) - Strafen: 8 : 8 Minuten – Disqualifikation: Stoffel (RWB, 56.) – 7m: 4/1 : 6/4.

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