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Vier seiner fünf Tore erzielte er nach dem Seitenwechsel: Julian Damm war einer der Aktivposten beim klaren Erfolg über Gelnhausen. (Foto: WMK)

JBLH: Melsungen bleibt nach klarem Erfolg über Gelnhausen im Titelrennen

Die mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen hält in der Jugendhandball-Bundesliga Staffel Mitte weiter Schritt mit Gummersbach und Dutenhofen/Münchholzhausen, der Dreikampf um zwei Plätze in den Meisterschafts-Playoffs bleibt nach dem 32:22 (14:12) der Melsunger gegen den TV Gelnhausen extrem spannend, weil auch die beiden Kontrahenten ihre Partien des Wochenendes gewannen. Dabei sah es bis in die zweite Hälfte hinein eher nach einem mühsamen Arbeitssieg der Nordhessen aus. Gestützt auf die starke Torhüterleistung von Jan-Lasse Herbst und acht Tore vom tschechischen A-Nationalspieler Tomas Piroch wurde am Ende noch ein klarer Erfolg daraus.

Nervosität kennzeichnete das Spiel in den ersten Minuten Das Heft wollte oder konnte niemand so recht in die Hand nehmen und so entwickelte sich ein eher zähes Ringen um Erfolg versprechende Wurfpositionen. Aus dem Feld mit Vorteilen für die Gäste, obwohl der erste Treffer Max Bieber gehörte – von der Siebenmeterlinie. Das drehten Cedric Marquardt und Benjamin Wörner jedoch schnell zum 2:1 für die Gäste (6.).

Zwar holte sich die mJSG die Führung zurück, geriet aber durch eine Zeitstrafe gegen Jona Gruber wieder mit 5:6 ins Hintertreffen (13.). Der Torhüterwechsel von Glenn Eggert auf Jan-Lasse Herbst brachte neuen Schwung. Drei Treffer in Folge durch Jona Gruber, Mikulas Cejka und Tomas Piroch bedeuteten beim 9:7 den ersten Zwei-Tore-Vorsprung einer Mannschaft, den Jonas Goßmann per Tempogegenstoß sogar auf 11:8, und damit drei vor, ausbaute.

Es waren jedoch die Minuten von Jan-Lasse Herbst, der in Unterzahl spektakulär gegen den frei anstürmenden Jonah Wolff sowie kurze Zeit später gegen Cedric Marquardt parierte. Da allerdings hatten die Gäste nach einer Auszeit bereits wieder ausgeglichen und waren drauf und dran, die Partie zu kippen. Das verhinderte Melsungens Torsteher effektvoll und lieferte damit die Vorarbeit für Tomas Piroch und David Kuntscher, die für eine knappe, aber verdiente Pausenführung sorgten.

Nach Wiederbeginn war deutlich mehr Zug im Spiel der Nordhessen. Der Auftakt zum zweiten durchgang gehörte zwar Cedric Marquardt, und damit dem TVG, doch Max Bieber, Mikulas Cejka und Julian Damm erhöhten bis zur 35. Minute auf 17:14. Nicht genug für den Torhunger der Bartenwetzer, die Gästecoach Philip Deinet nach David Kuntschers 20:15 zur nächsten Auszeit zwangen (39.).

Anders als noch vor der Halbzeitpause führte das diesmal nicht zum Bruch im Melsunger Spiel. Jan-Lasse Herbst erwies sich immer mehr als Schreckgespenst für Gelnhausens Angreifer und parierte mehrfach glänzend. Julian Damm legte mit zwei Toren am Stück beim 25:19 erstmals sechs Tore dazwischen, Tomas Piroch erhöhte ebenfalls per Doppelpack auf 27:19 – die dritte und letzte Auszeit der Gäste war fällig (51.).

Die änderte jedoch auch nichts mehr an der Dominanz der Hausherren und ihrem Bestreben, das Spiel deutlich für sich zu entscheiden. Tomas Piroch zeigte Kostproben seines Könnens und traf jeweils nach Zuspielen von Ole Pregler doppelt vom Kreis. Bis auf ein letztes Lebenszeichen von Jonah Wolff war von Gelnhausen nichts mehr zu sehen, die letzten Treffer gehörten Maxim Pliuto sowie zweimal Max Bieber von der Siebenmeterlinie.

Stimmen zum Spiel:

Björn Brede: Wir haben uns am Anfang das Leben selbst schwer gemacht. Es war zu wenig Traute für Abschlüsse aus dem Rückraum da. Wir wollten über Rückpässe vom Kreis eigentlich die Halbpositionen ins Spiel bringen, aber das klappte erst nach nochmaliger Ansprache in einer Auszeit. Davor konnte Gelnhausen gut defensiv stehen, ohne dass wir unsere Wurfstärke genutzt hätten. In der zweiten Hälfte hat sich dann unsere Qualität durchgesetzt. Als der TVG offener wurde, haben wir auch endlich die Räume genutzt. Nur 22 Gegentore sind in Ordnung. Wir haben die zweite Welle vom Gegner gut in den Griff bekommen und die Einwechslung von Jan-Lasse Herbst hat sich bezahlt gemacht. Wobei ich vorher mit der Leistung von Glenn-Louis Eggert überhaupt nicht unzufrieden war. Zum Ende hin haben wir dann die vielen Ballgewinne in leichte Tore umsetzen können.

Philip Deinet: Uns haben ganz viele überhastete Abschlüsse in das Tempospiel der Melsunger laufen lassen. Wir hatten in der ersten Hälfte auch schon viele technische Fehler. Elf in einer Halbzeit sind viel zu viele. Dazu haben wir uns anfangs einschläfern lassen und erst nach einer Auszeit unser Tempo aufgenommen. In der zweiten Hälfte hat das nicht mehr geklappt, da haben wir Tempo mit Hektik verwechselt. Und als die Mannschaft mit fünf toren hinten lag, gingen die Köpfe nach unten.

Statisik

mJSG: Eggert (3 Paraden / 7 Gegentore), Herbst (13 P. / 15 G.), Wenderoth (n. e.); Dobriczikowski, Piroch 8, Badenheuer, Goßmann 1, Gruber 4, Damm 5, Pregler 3, Bieber 5/4, Cejka 3, M. Pliuto 1, Kuntscher 2 – Trainer Björn Brede.

TVG: Bechert (14 P. / 32 G.), Bechert (n. e.); Marquardt 4, Georgi 1, Fehl, Hilb 4/3, Wörner 4, Meyer 1, Wagner 1, Schmeel, Wolff 2, Maiwald 4, Borth, Anhäuser 1 – Trainer Philip Deinet.

Z: 132 - SR: Friedel / Herrmann (Aue) - Strafen: 12 : 8 Minuten – 7m: 4/4 : 4/3.

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