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Neun Melsunger Jugendhandballer freuten sich über die Bronzemedaille, die sie mit der Hessischen Landesauswahl beim Länderpokal in Berlin erkämpften. (Foto: AR)

Jugend-Länderpokal: Neun Melsunger holen Bronze für Hessen

Am vergangenen Wochenende stand für die Nachwuchs-Handballer der Jahrgänge 2002 und jünger der Länderpokal in Berlin auf dem Programm. Es ist DIE Leistungsschau deutscher Talente, von denen sich erfahrungsgemäß einige für höhere Weihen empfehlen und später im Profibereich auftauchen werden. Gleich neun Spieler stellte die mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen  für den 16er-Kader  des Hessischen Handball-Verbandes (HHV) ab und hatte damit großen Anteil am Podestplatz, den das Team mit einem 28:23 über Schleswig-Hollstein im Spiel um Platz 3 holte. Mit Ole Pregler schaffte es einer von ihnen sogar, ins AllStar-Team gewählt zu werden. Der Titel ging an die Vertretung aus Berlin, die das Finale mit 31:25 gegen Sachsen-Anhalt gewann.

In der am Freitag gespielten Gruppenphase hatte Hessen lediglich im Auftaktmatch, ebenfalls gegen Schleswig-Holstein, leichte Probleme. Das 20:20 war jedoch der einzige abgegebene Punkt, dem klare Siege gegen Rheinland-Pfalz (33:15) sowie Bremen (24:16) folgten. Damit zog die Mannschaft des HHV punktgleich mit den Talenten aus Flensburg und Kiel, aber aufgrund der weitaus besseren Tordifferenz als Gruppenerster ins Viertelfinale ein.

Dort stellte der Handballverband Westfalen keine große Hürde dar. Beim 26:20 (18:9) standen gleich fünf Melsunger in der Startformation Hessens. Und die machten mit ihrem Gegner in der ersten Halbzeit kurzen Prozess. Nach nur 13 Minuten war die Partie beim Stand von 11:1 bereits vorentschieden. Am Ende gingen 21 von 26 erzielten Toren auf das Konto der Bartenwetzer.

Im Halbfinale hieß der Gegner Berlin. Als großer Favorit ins Rennen gegangen, vermied der Spielplan ein zu frühes Aufeinandertreffen der Hauptstädter mit dem Jugendleistungszentrum aus Magdeburg. Paul Kompenhans und Ole Pregler konnten die Anfangsführungen der Berliner noch ausgleichen, dann übernahmen die Gastgeber das Ruder nach Preglers letzmaligem Anschluss zum 6:4 und zogen in acht schwachen Minuten der Hessen vorentscheidend auf 12:4 davon. Eine Hypothek, an der sich der HHV in der Folge abarbeitete, aber trotz mühsamen Aufholens und insgesamt neun Pregler-Toren nicht mehr in Schlagdistanz kam.

In der Begegnung um Bronze gab es ein Wiedersehen mit dem Auftaktgegner. Diesmal aber ohne Zugeständnisse an die Nordlichter und mit einer konzentrierten Leistung über die gesamte Spielzeit. Der Beste war einmal mehr Ole Pregler. Mit elf Toren krönte er seine famose Leistung in den drei Tagen von Berlin und führte nicht nur seine acht Vereinskollegen, sondern sein ganzes Bundesland aufs Treppchen. Schon zur Pause führten die Hessen mit vier Toren und ließen sich die Butter im zweiten Durchgang nicht mehr vom Brot nehmen.

Von der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen spielten in Berlin für Hessen: Moritz Goldmann (Torwart), Ole Pregler (AllStar-Team, 38 Tore), Paul Kompenhans (13), David Kuntscher (18), Ben Beekmann (19), Lasse Hellemann (6), Jona Rietze (11), René Andrei (3), Benjamin Fitozovic (3). Weitere vier Spieler stellte der Nachwuchs der HSG Wetzlar ab: Lorenz Rinn (Torwart), Paul Geffert (13), Lennart Müller (16), und Lennart Großkopf (2). Den Kader komplettierten Julian Fulda (HSG Hanau, 2), Tom Gerntke (TSG Münster, 8) sowie Ben Fischer (HSG Wallau/Massenheim, Torwart) . Betreut wurde die Auswahl von Landestrainer Rastislav Jedinak und seinen Trainerkollegen Thomas Weber, Karl-Friedrich Klein sowie Physiotherapeutin Anne Kaschky.

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