News

Keine Chance für Jan Vogel: Melsungens Abwehr-Innenblock mit Christian Damm und Jona Gruber ließ im ganzen Spiel keinen einzigen Kreistreffer der Gastgeber zu. (Foto: WMK)

Oberliga: MT2 verlässt nach Sieg in Hüttenberg die Abstiegsränge

Die MT Melsungen 2 hat nach ihrem sicher herausgespielten 33:28 (16:14)-Erfolg beim TV Hüttenberg 2 die Abstiegsränge der Handball-Oberliga Hessen verlassen. Dazu bedurfte es einer konzentrierten und disziplinierten Leistung, die das Team von Trainer Georgi Sviridenko über 60 Minuten auch ablieferte. Auch auf Torhüter Daniel Kocsis war Verlass. Ihre wenigen kurzen Verschnaufpausen überstanden die Nordhessen ebenso souverän wie eine fast siebenminütige Unterzahlphase kurz vor und kurz nach der Halbzeitpause.

Von Beginn an hatten sich die Melsunger mit einer ganz offensiven 3:2:1-Deckung des Tabellenletzten auseinanderzusetzen. Lösten diese Aufgabe aber nicht nur mit Geduld sondern spielerisch wirklich gut. Mit viel Geduld und Blick für die Lücken, die Merlin Kothe und Vlad Avram über die Halbpositionen nutzten sowie mit viel Bewegung. So traf Kothe nicht nur aus der zweiten Reihe, sondern zum 6:3 sogar vom Kreis (8.).

Dieser Vorsprung resultierte auch aus einer engagierten Abwehrleistung, zu der Daniel Kocsis im Tor seinen Teil beitrug. Gefahr ging eigentlich nur von Linkshänder Merlin Fuß aus, der mit dem 7:4 schon seinen dritten Treffer erzielte und den nächsten zum 9:5 folgen ließ (15.). Dazwischen lagen wieder Tore von Kothe und Avram, die mit der offenen Deckung bestens umzugehen wussten, sowie eine Auszeit der Hüttenberger mit Wechsel ihres Torhüters.

Direkt im Anschluss daran wurde es hektisch in der Halle. Torben Werner hatte Vlad Avram im Tempogegenstoß „über die Klinge“ springen lassen und sah dafür nicht nur zwei ausgestreckte Finger, sondern direkt Rot. Den fälligen Siebenmeter nach mehreren Minuten Behandlungspause brachte Christian Damm zwar nicht ins Netz, schnappte sich aber den Abpraller und erzielte das 10:5 (15.).

Ab diesem Zeitpunkt war es vorbei mit den Nettigkeiten auf dem Feld, das Schiedsrichtergespann hatte alle Hände voll zu tun. Behielt aber die Übersicht trotz vieler hitziger Zwischenrufe von der Tribüne. Beeindrucken ließen sich aber die Melsunger. Hüttenberg kam nach zwei Treffern von Rechtsaußen Jonas Schmidt auf 12:9 heran (22.) und hatte, nachdem Christian Damm seinen zweiten Siebenmeter-Fehlversuch wieder im Nachwurf zum 15:11 verwerten konnte, in doppelter Überzahl sogar die Chance noch weiter aufzuschließen (25.).

Das gelang jedoch nicht, weil die MT clever verteidigte, sich vorn immer wieder rechtzeitig von der TVH-Deckung festmachen ließ und die Zeit geschickt von der Uhr nahm. Um dann in den letzten drei Minuten der ersten Hälfte doch noch vom scheinbar komfortablen Vorsprung abzugeben. Eine weitere Zeitstrafe gegen Nino Jedinak nutzte Hüttenberg, um zur Pause auf zwei Tore heranzukommen.

Auch der zweite Durchgang begann in Unterzahl. Erst liefen für Jedinak noch acht Sekunden ab, dann musste direkt im Anschluss Merlin Kothe runter. Einen Vorteil konnten die Gastgeber daraus nicht schlagen. Im Gegenteil biss die MT nach Simon Belters Anschluss-Siebenmeter gleich viermal in Folge zu: Vlad Avram, Jonas Goßmann, Luca Hagemann und Max Pregler stellten auf 20:15 (35.).

Mit ihrerseits drei Toren in Folge brachten sich die Mittelhessen zurück ins Spiel, blieben dann auch vorübergehend in Schlagdistanz. Jonas Schmidt und Frederik Lins trafen jeweils doppelt zum 23:20, MT-Trainer Georgi Sviridenko bat zur Auszeit (43.). Es galt, auch auf die kurze Deckung von Merlin Kothe zu reagieren. Was gelang, weil Max Pregler im Rückraum die Initiative übernahm, selbst traf  und Christian Damm zwei seiner Zuspiele zum 28:21 verwertete (49.).

Das war die Vorentscheidung zu Gunsten der Gäste, denn Hüttenberg fiel weiter nicht viel ein gegen die starke Deckung der Rot-Weißen. Zumal Daniel Kocsis mehrfach glänzend parierte und damit die wenigen Fehler seiner Vorderleute ausbügelte. Einzig Frederick Lins fand immer wieder Lücken oder setzte sich mit Einzelleistungen durch. Das genügte aber letztlich nicht, um den Melsunger Sieg noch zu gefährden. Spätestens mit Max Preglers 32:26 (57.) war der Deckel drauf und der Erfolg in trockenen Tüchern.

Statisik

MT2: Kocsis (14 Paraden / 25 Gegentore), Eggert (0 P. / 3 G.); Hagemann 2, Jedinak, N. Pliuto, Gruber, Avram 6/1, Kothe 8, Damm 8/3, Pregler 7, Reinbold, Goßmann 2, Piroch – Trainer Georgi Sviridenko.

TVH: Lorenz (5 P. / 16 G.), Böhne (8 P. / 17 G.); Belter 5/5, Vogel 2, Werner, Bremond, Fuß 5, Chalepo 1, Lins 8, Rüpprich, Schmidt 4, Dahlhaus 1, Bährens, Kiethe 2 - Trainer André Ferber.

Z: 150- SR: Fuchs / Hass (Hainbach / Sulzbach) - Strafen: 12 : 6 Minuten – Disqualifikation: Werner (TVH, 14:34) - 7m: 7/4 : 7/5.

Monatsansicht

 60 Minuten Vollgas