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An seinem Einsatz lag es nicht: Max Pregler rackerte stark und erzielte sieben Tore, konnte die Heimniederlage damit aber nicht verhindern. (Foto: WMK)

Oberliga: Viele Tore, aber keine Punkte für die MT 2

In einem wahren Festival der Tore unterlag die MT Melsungen II der HSG VfR/Eintracht Wiesbaden mit 35:37 (18:16). Damit bleibt Melsungen auf Rang 13, Wiesbaden verlässt als Elfter erst einmal die Abstiegsplätze. Die Führung wechselte mehrfach, ehe die Südhessen mit einem 5:0-Lauf die Weichen auf Sieg stellten. Melsungen kann zwar noch einmal zurück, vermochte der Partie die letzte, entscheidende Wende aber nicht mehr zu geben.

Mit einem Blitzstart und einer 3:0-Führung nach nicht einmal 120 gespielten Sekunden überrumpelte die MT ihre Gäste. Auch dank Daniel Kocsis im Tor, der gleich in der ersten Spielminute einen Siebenmeter von Lorenz Engel entschärfte. Dazu hatte Merlin Kothe im Angriff seine starke Form aus der Kleenheim-Partie konserviert, erst auf 4:0 und dann mit seinem schon dritten Treffer auf 5:1 erhöht (6.).

Nach Adam Kiss‘ Strafwurf zum 6:2 war es allerdings vorbei mit der anfänglichen Überlegenheit. Wiesbaden schaltete nach Ballgewinnen blitzschnell um und konterte stark. Alexander Dietz traf nach elf Minuten zum 6:5, Leon Walter erzielte vier Minuten später den 8:8-Ausgleich und dann sogar die 10:9-Führung für die Gäste (17.).

Das Torhüterduell nach Paraden hatte bis dahin Daniel Kocsis zwar für sich entschieden, die wichtigeren fischte Jannik Gippert weg. Zweimal allein gegen Nino Jedinak von Linksaußen, was Wiesbaden in der Vorlage hielt. Gelegenheiten, die Partie wieder zu drehen, gab es reichlich. Die Ballgewinne in der Defensive wären da gewesen, wenn das Zupacken im zweiten Versuch gepasst hätte. So aber ergatterte Wiesbaden fast jeden Abpraller und verwertete sogar eigentlich schon verlorene Bälle.

Zweieinhalb Minuten vor der Pause stand es dann sogar 14:16 aus Sicht der Hausherren. Danic Seiwert hatte den insgesamt siebten Tempogegenstoß verwandelt. Dann endlich gelang auch der MT das schnelle Spiel ohne Fehler. Adam Kiss traf doppelt, Merlin Kothe und Vlad Avram holten die Führung zum 18:16 zurück.

Dieser Schwung ging nach Wiederbeginn schnell verloren, auch wenn die Führung noch hielt. Bis zum 20:17 durch Max Preglers Kracher in den Winkel jedenfalls (32.). Danach spielten erst einmal nur noch die Südhessen – und trafen auch. Allein zweimal per Konter in Unterzahl durch Konstantinos Schreiber zum 20:20 (35.). Max Pregler hielt die Hoffnung mit zwei Toren zum 22:21 noch oben (38.), dann war die HSG wieder dran. Dreimal in Folge sogar – 22:24 (40.).

Die MT wehrte sich. Daniel Kocsis hatte weiter die Nase vorn gegenüber seinen Wiesbadener Kollegen und lieferte die Vorarbeit zur kleinen Aufholjagd. Wieder war es Max Pregler, der mit einer beherzten Einzelleistung zum 28:28 ausglich (45.). Und in den Folgeminuten ebenso glücklos agierte wie seine Mannschaftskameraden. Diesmal waren es sogar fünf Treffer in Folge für die Gäste, die bis elf Minuten vor Schluss auf 28:33 davonzogen.

Aber noch einmal mobilisierten die Rot-Weißen alle Kräfte, das Torefestival nahm mit getauschten Rollen seinen Fortgang. Adam Kiss, Luca Hagemann eingelaufen über den Kreis sowie Max Pregler per Strafwurf verkürzten zunächst, nach Alexander Dietz‘ 31:34 legten Vlad Avram, nochmal Luca Hagemann und Merlin Kothe im Gegenstoß nach. Viereinhalb Minuten noch und abermals der Ausgleich.

Die letzte Auszeit für Wiesbaden brachte die Entscheidung. Die Südhessen agierten wieder abgeklärter, warteten auf gute Wurfmöglichkeiten und schlossen zweimal über Luis Garbo ab. Max Pregler versuchte es aus der zweiten Reihe, fand aber in Marc Kunkel seinen Meister. Die Entscheidung in einem denkwürdigen Spiel, das die Gäste nicht unverdient als Sieger sah. Sicher mit viel Glück auf der Strecke dorthin, aber meist mit den besseren Entscheidungen, wenn es darauf ankam.

Statisik

MT2: Kocsis (13 Paraden / 26 Gegentore), Eggert (2 P. / 11 G.); Hagemann 4, Jedinak, Kranz, Avram 5, Kothe 9, N. Pliuto 1, Pregler 7/1, Bruns, Reinbold, M. Pliuto, Kiss 8/5 – Trainer Georgi Sviridenko.

HSG: Gippert (7 P. / 23 G.), Kunkel (3 P. / 12 G.); Kirchmeier 1, T. Walter 2, L. Walter 2, Garbo 3, Seiwert 7/4, Schreiber 8, Kellner 4, Engel 4, Stadermann 2, Henkelmann, Dietz 4 - Trainer Alexander Müller.

Z: 60 - SR: Müller / Schmidt (Lumdatal) - Strafen: 6 : 10 Minuten – 7m: 7/6 : 5/4.

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