News

Ähnlich turbulent wie auf diesem Bild ging es öfter zu im Verlauf der Partie. Aber nicht nur hier setzte sich Marcel Dietrich effektvoll durch. Mit 13 Toren war er erfolgreichster Torschütze und Garant für die zwei Punkte. (Foto: WMK)

BOL: MT 3 mit Arbeitssieg weiter Top

Was sich wie eine Galavorstellung anließ, endete als nervenzehrender Abnutzungskampf. Mehrfach gab die MT Melsungen III beim 30:27 (16:13) gegen die MSG Fulda/Petersberg einen vermeintlich sicheren Vorsprung wieder her, um schlussendlich doch die Punkte in der Stadtsporthalle zu behalten. Geführt vom einmal mehr überragenden Torjäger-Gespann Marcel Dietrich und Petr Hruby, die zusammen für zwei Drittel aller MT-Tore verantwortlich zeichneten, bleiben die Bartenwetzer auf Tuchfühlung mit der Spitze der Bezirksoberliga.

Das sah am Anfang so einfach aus. Kaum auf dem Feld, da legten die Bartenwetzer auch schon los. Zweimal Petr Hruby, einmal Marcel Dietrich sowie Alex Salzmann von der Siebenmeterlinie – die MT führte nach sechs Minuten mit 4:0. Und machte auch nach Tim Aschenbrückers Tor nicht Halt. Noch vier Volltreffer schlugen im Gehäuse von Gästekeeper Marc Hohmann ein, ehe eine erste Auszeit der Gäste den Lauf nach Björn Eberhardts 8:1 stoppte (10.).

Die Verschnaufpause hatte den gewünschten Effekt. Ein Ruck ging durch die Osthessen, plötzlich wurden Zweikämpfe nicht nur gesucht sondern auch gewonnen. Die Kräfteverhältnisse glichen sich an, Fulda kam trotz eines vergebenen Siebenmeters leicht heran (10:5, 16.). Nach Marcel Dietrichs Strafwurf zum 11:5 war dann auch Marc Hohmann mehrfach zur Stelle und half nach Kräften mit, den Rückstand weiter zu verkleinern. Viermal in Folge trafen seine Vorderleute zum 11:9, ehe André Sperl zur Auszeit bat (22.)

Die Zeit bis zur Pause verlief dann wieder weitgehend ausgeglichen. Durch einen Doppelschlag von Daniel Flamme schlossen die Gäste auf 13:12 auf (27.), dann nahm Marcel Dietrich das Heft in die Hand. Weitere drei Treffer des MT-Torjägers ließen das Resultat zur Pause wieder etwas freundlicher aussehen.

Der Trend setzte sich nach dem Seitenwechsel zunächst fort. Jonas Pitz, Bastian Schott und einmal mehr Dietrich erhöhten wieder auf 19:14 (34.), ließen danach aber die Zügel schleifen. Das nutzten die Fuldaer, schlossen über einen Siebenmeter und zwei Tempogegenstöße zunächst auf 19:17 auf (37.), um durch Clemens Tümmers und den nächsten Gegenstoß von Jannik Ebert zum 20:19 zu kommen (40.).

Fortan war es eine Hetzjagd. Melsungen zog auf zwei weg, Fulda zog nach. Mehrfach sogar mit der Möglichkeit des Ausgleichs, der jedoch nicht fallen wollte. Bis zu 24:23 durch Max Müller blieb es eng, dann folgte der nächste rot-weiße Zwischenspurt: einmal Thomas Rothhämel, zweimal Dietrich und es waren beim 27:23 wieder vier (52.).

Wer nun an eine Vorentscheidung dachte, sah sch umgehend getäuscht. Die MSG schlug ein weiteres Mal zurück. Wieder war es Jannik Ebert, der mit dem 28:27 den direkten Kontakt herstellte (57.). Damit dann allerdings vorzeitig den Schlusspunkt für sein Team setzte. Denn als Melsungens Abwehr zupackte, Alex Salzmann das 30:27 machte und Stefan Gröning den letzten Verzweiflungswurf der Gäste reaktionsschnell über die Latte lenkte, war aus einem nach zehn Minuten vermuteten Spaziergang ein zwar verdienter, aber sehr mühsamer Arbeitssieh unter Dach und Fach.

Statisik

MT3: Suck (3 Paraden / 8 Gegentore), Meurer (5 P. / 11 G.), Gröning 4 P. / 8 G.); Dietrich 13/6, Sperl, Rothhämel 3/2, Salzmann 2/1, Heising, Eberhardt 1, Müller, Schott 1, Hruby 7, Pitz 3 – Trainer André Sperl.

MSG: Hohmann (4 P. / 16 G.), Harms (5 P. / 14 G.); Gescher 4, Ebert 5, Quell 1, Müller 4, Flamme 5, Scherdin, Laumer 5/2, Tümmers 1, Kümmel 1, Aschenbrücker 1 - Trainer Thomas Felkel.

Z: 30 - SR: Schulz / Schneider  (Werra WHO) - Strafen: 6 : 10 Minuten – 7m: 10/9 : 3/2.

Monatsansicht

 60 Minuten Vollgas