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Die Einbindung der Außenspieler klappt bisher hervorragend beim MT-Nachwuchs. Hier kommt Julian Fuchs im letzten Heimspiel gegen Hanau frei zum erfolgreichen Abschluss. (Archiv-Foto: WMK)

JBLH: Derby und Spitzenspiel in einem - Wetzlars Nachwuchs kommt!

„4 aus 48“ ist nicht etwa eine neue Lotterieform, sondern in diesen Tagen ein ganz besonderes Prädikat. Denn von den 48 Mannschaften, die in der viergeteilten Jugendhandball-Bundesliga spielen, sind nur noch genau vier verlustpunktfrei: der THW Kiel, die SG Flensburg-Handewitt, die Rhein-Neckar Löwen und – genau: die mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen als Unterbau der MT Melsungen. Diese Bilanz gilt es am Sonntag zu verteidigen, wenn die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen als Tabellen-Dritter der Staffel Mitte zum Spitzenspiel kommt (15:45 Uhr, Stadtsporthalle Melsungen; bitte Zeitumstellung beachten!).

Dieses aus Sicht der Bartenwetzer famose Tabellenbild ist nur eine Momentaufnahme, sicher. Dennoch ist es auch ein klarer Beleg für die gute Arbeit, die seit geraumer Zeit in Nordhessen geleistet wird. Mit der Umgruppierung der A-Jugend in die Staffel Mitte, nach drei Spielzeiten im Westen, waren viele Fragezeichen verbunden. Nicht nur die Spielstärke der Gegner war zumeist unbekannt, auch die Fahrten haben eine neue Dimension. Im Westen bis Gummersbach, im Süden bis Oftersheim und Erlangen, im Osten bis Leipzig. Nördlicher als Melsungen ist in dieser Staffel niemand beheimatet.

Aber diese neue Konstellation hat auch ihre ganz besonderen Reize. Zum Beispiel die der immer gern gespielten Derbys. Die Begegnung beim Traditionsverein TV Hüttenberg ist bereits gespielt und ging mit 30:25 an die Melsunger. Jetzt steht ein weiterer Kracher unmittelbar bevor, wenn die Jugendabteilung der HSG Wetzlar ihre Aufwartung an der Fulda macht. Die Mittelhessen haben ein Spiel mehr absolviert und liegen mit 10:2 Punkten nur aufgrund der etwas schlechteren Tordifferenz gegenüber dem VfL Gummersbach auf Rang drei.

Ihre einzige Niederlage bezog die HSG interessanterweise ausgerechnet gegen eben jene Hüttenberger, die gegen Melsungen erstmals seit langer Zeit wieder 30 Gegentore in einem Spiel hinnehmen mussten. Dabei kassierte der Wetzlarer Nachwuchs zwar auch nur 22 Tore und blieb dabei exakt im bisher erzielten Schnitt, erzielte derer jedoch gerade einmal 17. Auch wenn derlei Zahlenspiele mitnichten für Voraussagen taugen, so sind sie dennoch ein Fingerzeig in Richtung der Stärken und Schwächen der jeweiligen Kontrahenten. Fakt ist, dass der (mit Gummersbach gemeinsam) stärkste Angriff der JBLH Staffel Mitte am Sonntag auf die stärkste Deckungsreihe trifft. Mehr Spitzenspiel geht eigentlich kaum.

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