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Mit neun Treffern aus dem Feld war Ole Pregler erfolgreichster Torschütze beim 31:23-Sieg seiner Mannschaft in Oftersheim. (Archiv-Foto: WMK)

JBLH: 10:0 Punkte - Der Höhenflug hält an!

Die A-Jugend der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen bleibt auch nach dem fünften Spiel das Maß der Dinge in der Jugendhandball-Bundesliga, Staffel Mitte. Mit 31:23 (15:11) siegte die Mannschaft von Trainer Björn Brede bei der HG Oftersheim/Schwetzingen, die damit weiter auf ihr erstes Erfolgserlebnis warten muss. Die Nordhessen brauchten allerdings etwas Anlaufzeit um ins Spiel zu finden, hatten aber in Ole Pregler den alles überragenden Akteur in ihren Reihen.

Überraschend war die Besetzung, mit der die mJSG diese Partie anging. Ohne den zuletzt so starken Glenn Eggert im Tor, ohne Spielmacher Jona Gruber und auch ohne Kreisläufer Julian Damm, dafür mit den B-Jugendlichen Paul Kompenhans und David Kuntscher, die so erstmals in dieser Saison Spielpraxis in der Bundesliga erhielten. Hintergrund war die Doppelbelastung mehrerer Spieler durch Einsätze in der Oberliga-Männermannschaft.

Ein Risiko, das zunächst seinen Tribut forderte. Denn es waren noch keine fünf Minuten gespielt, da musste Björn Brede bereits die erste Auszeit nehmen und einige Dinge neu justieren. Fehlabspiele vorn, zögerliches Zupacken hinten – der Tabellenletzte führte schnell mit 4:1 (5.), das einzige Melsunger Tor entsprang einem von Jonas Goßmann verwandelten Siebenmeter. Doch nach dem Weckruf ihres Coaches ging ein Ruck durch das Team. Ole Pregler zog an, Tomas Piroch legte nach und Jonas Goßmann traf zum zweiten Mal von der Linie – Ausgleich zum 4:4 und den Gegner sieben Minuten ohne Torerfolg gehalten (12.). Doch statt diese Linie beizubehalten hielten abermals die Fehler Einzug.

Über Steven Becks 8:5 (15.) zog die HG schließlich durch ein Siebenmetertor von Julian Hörner auf 10:6 davon (17.) und schien die Partie und auch den Gegner im Griff zu haben. Weit gefehlt. Dieser Rückstand schmeckte Pregler und Co. ganz und gar nicht. Der Druck auf die Oftersheimer Deckung verstärkte sich und resultierte in weiteren Strafwürfen, die allesamt sicher von Goßmann im Netz untergebracht wurden. Nach Ole Preglers Anschluss zum 10:9 (21.) besannen sich die Gastgeber in einer Auszeit, legten durch Jan Zecevic auch den elften Treffer nach um dann allerdings den Faden völlig zu verlieren. Noch einmal fast sieben Minuten bis zur Pause ohne Gegentor, dafür mit sechs eigenen Erfolgserlebnissen erspielte sich der MT-Nachwuchs eine komfortable Halbzeitführung.

Dass Oftersheim nach dem Seitenwechsel noch einmal näher kam war zwei Strafen gegen Jonas Goßmann und Nikita Pliuto geschuldet. Auch wenn Ole Pregler wie auch Tomas Piroch in Unterzahl trafen, schmolz der Vorsprung leicht (17:14, 38.). Um während einer doppelten Strafzeit gegen Oftersheims Julian Hörner und Jan Zecevic sprunghaft anzusteigen. Nach Paul Kompenhans‘ Tor zum 21:14 (41.) war die Vorentscheidung praktisch bereits gefallen. Daran änderte auch die sofort genommene Auszeit von HG-Trainer Daniel Müller nichts.

Brede nutzte die verbleibende Zeit, um allen Akteuren ausgedehnte Spielzeit zu geben. Auch Björn Wenderoth machte Platz für Han-Lasse Herbst. Das brachte die Hausherren kurzzeitig wieder etwas näher heran, doch nach Julian Hörners 17:21 (45.) zog die mJSG das Tempo sofort wieder etwas an. Bis zu Steven Becks 20:25 (51.) hoffte Oftersheim noch auf ein besseres Ergebnis, dann aber machten Jan Dobriczikowski, Nikita Pliuto und Julian fuchs den Sack zum 29:21 (57.) endgültig zu.

Stimme zum Spiel

Björn Brede: Wir sind nach zwei Wochen Spielpause sowie einer Woche Trainingspause durch die Herbstferien nur schwer in die Partie gekommen. Die Anspiele in die Tiefe waren überhastet, hinten hatten wir kaum Zugriff auf den Gegner. Nachdem wir uns zwischenzeitlich gefangen hatten, sind wir durch weitere eigene Treffer wieder ins Hintertreffen geraten. Das hat die Mannschaft zur Pause hin aber vor allem durch wesentlich verbesserte Abwehrarbeit gut gedreht. In der zweiten Hälfte konnten wir den weiter ausgebauten Vorsprung in den letzten 20 Minuten gut verwalten.  Positiv waren die makellose Trefferquote von Jonas Goßmann von der Siebenmeterlinie sowie die Torhüterleistungen. Überzeugt hat der immer stärker aufspielende Ole Pregler, der mit Nikita Pliuto auch einen guten Abwehr-Innenblock gestellt hat.

Statisik

mJSG: Wenderoth (9 Paraden / 14 Gegentore), Herbst (5 P. / 9 G.); Dobriczikowski 1, Piroch 5, Badenheuer, Goßmann 6/6, Kompenhans 2, Pregler 9, Bieber 1, Fuchs 2, N. Pliuto 2, Cejka 1, M. Pliuto 1, Kuntscher 1/1 – Trainer Björn Brede.

HG: Steinbach 1, Cule; J. Hörner 8/2, Zacharias, Hideg, Zecevic 6, Schiller 2, Schleidweiler, Beck 2, Zemella, Brand, B. Hörner, Clarius 4 – Trainer Dam´niel Müller.

Z: 50 - SR: Haderlein / Haderlein (Nürnberg) - Strafen: 8 : 10 Minuten – Disqualifikation: Zecevic (HG, 58:55 3x2 Minuten) - 7m: 8/7 : 3/2.

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