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Tomas Piroch und Jona Gruber aus der A-Jugend verstärkten die MT2, vermochten die Heimniederlage gegen Pohlheim jedoch nicht zu verhindern. (Foto: WMK)

Oberliga: Nach dem Seitenwechsel eingebrochen

Die MT Melsungen II wartet in der Oberliga Hessen weiter auf ihren zweiten Sieg. Auch gegen die HSG Pohlheim ging die Partie mit 26:32 (12:14) verloren. Dabei sah es bis zur Pause so aus, als könne die MT mithalten. Direkt nach dem Seitenwechsel war die Luft jedoch komplett raus. Die Gäste zogen schnell auf acht Tore Differenz weg und verwalteten ihren Vorsprung in der Folge.

Die Verstärkung aus der A-Jugend tat dem Spiel der MT anfangs sichtbar gut. In einem Spiel, das in den ersten acht Minuten ohne jede Torhüteraktion auskam, legten die Gäste stetig vor, Melsungen glich umgehend aus. Dabei zahlte sich die aus der A-Jugend gekommene Verstärkung direkt aus. Jona Gruber machte das Spiel schnell, Julian Damm sorgte am Kreis für mächtig Unruhe und traf zweimal unter harter Bedrängnis. Bis zum 5:5 durch Adam Kiss (8.) blieb alles in der Reihe, dann zeigte Daniel Kocsis im MT-Tor erstmals Präsenz. Zweimal sogar in Folge, so dass Max Pregler und Nino Jedinak eine 7:5-Führung herauswerfen konnten (11.).

Die hielt nicht lange. Weil Jannik Schlegel auf der gegenüber liegenden Seite nachzog, ebenfalls zweimal stark parierte und dem agilen Rechtsaußen Nikolas Happel damit das 7:7 ermöglichte (13.). Dennoch zogen die Hausherren zunächst wieder auf 10:8 davon (Merlin Kothe, 18.), um dann das vorher gut funktionierende Kombinationsspiel vorübergehend einzustellen. Die Folge war ein Zwischenspurt der Mittelhessen mit drei Toren in Folge, die das Ergebnis wieder drehte (10:11, 23.).

Trainer Georgi Sviridenko reagierte, brachte neben Gruber und Damm mit Torhüter Glenn Eggert und Linkshänder Tomas Piroch zwei weitere A-Jugendliche. Was Piroch mit seiner ersten Aktion und dem 11:11 dankte. Auch das 12:12 gelang noch durch Merlin Kothe, dann lief endgültig nichts mehr zusammen bei den Rot-Weißen. Pohlheim nutzte das, um mit einer knappen, aber verdienten Führung in die Pause zu gehen.

Nach Wiederbeginn sah es mit Tomas Pirochs 13:14-anschluss so aus, als könnten sich die Nordhessen wieder aufrappeln. Was sich schnell als Trugschluss erwies. Unpräzise Abspiele, schlecht vorbereitete Abschlüsse und hinten zu viele Lücken im Abwehrverbund waren die Eckdaten, die zu nicht weniger als sechs Pohlheimer Erfolgen in Serie führten, davon drei Siebenmeter von Maximilian Rühl, weil die Deckung zu oft einen Schritt zu spät kam (13:20, 38.).

Mit einer Auszeit versuchte Trainer Georgi Sviridenko wieder Linie ins Siel seiner Mannschaft zu bringen. Was nicht gelang, denn während einer Strafe gegen Julian Damm und im Spiel ohne Torhüter war vorn zweimal hintereinander Endstation bei Pohlheims Keeper Jan Wüst, der jeweils schnell schaltete und das Leder über das ganze Feld zum 14:22 ins verwaiste MT-Tor beförderte (40.).

Die Begegnung war damit bereits frühzeitig entscheiden, denn ein sichtbares Aufbäumen gegen das sich anbahnende Debakel fand kaum statt. Allenfalls kleinere sehenswerte Aktionen waren auszumachen wie der feine Pass von Jona Gruber auf Julian Damm am Kreis zu dessen 19:27 (48.) oder einige Paraden von Glenn Eggert. Auch Merlin Kothes Sprungwurf aus fast zehn Metern unhaltbar in die linke untere Ecke bekam Beifall von den Rängen (21:29, 53.).

In der verbleibenden Spielzeit tat sich nicht mehr viel. Pohlheim nahm die Einladungen der weiter durchlässigen MT-Deckung dankend an, Melsungen scheiterte zu oft an Jan Wüst oder zur Abwechslung auch mal am Torgebälk. Weil vornehmlich Glenn Eggert für Ballgewinne sorgte, gestalteten Adam Kiss, Merlin Kothe, Lukas Dexling und zum Abschluss Vlad Avram das Resultat noch optisch erträglich. Was nicht darüber hinweg täuschen konnte, dass ein Punktgewinn für die MT allenfalls bis zur Halbzeit im Bereich des Möglichen lag.

Statisik

MT2: Kocsis (5 Paraden / 11 Gegentore), Eggert (10 P. / 21 G.); Hagemann, Jedinak 3, Gruber, Avram 3, Kothe 5, Damm 5, Pregler 3, Piroch 2, Kiss 4/3, Dexling 1 – Trainer Georgi Sviridenko.

HSG: Schlegel (4 P. / 9 G.), Wüst (2 Tore, 14 P. / 17 G.); Happel 3, Fischer, Sayler, Rühl 11/6, Schleenbecker 5, Erdmann 2, Niclas 1, Drommershausen 4, Funck 1, Wenzel, Kreß 1, Träger 2 - Trainer JensDapper.

Z: 78 - SR: Kerth / Knodt (Erfelden) - Strafen: 6 : 4 Minuten – 7m: 3/3 : 6/6.

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