News

Enttäuschte Gesichter angesichts der verdienten Niederlage in Wettenberg gab es bei der MT2 nicht nur bei Martin Reinbold und Merlin Kothe, dem immerhin sechs Treffer gelangen. (Foto: WMK)

Oberliga: Gebrauchter Abend in Wettenberg

Nichts zu holen gab es für die MT Melsungen II im Spiel bei der HSG Wettenberg. Mit 26:32 (13:16) fiel die Niederlage auch in der Höhe verdient aus. Obwohl die Partie über 20 Minuten vollkommen ausgeglichen war und sich die Nordhessen sogar einen kleinen Vorsprung erarbeiten konnten. Ein kleiner Einbruch der MT vor der Pause und die breiter besetzte Bank der Wettenberger, die sich zudem bei ihrem überragenden Torhüter Jan Stroh bedanken konnten, gaben den Ausschlag.

Ohne Verstärkung aus der A-Jugend, die am Nachmittag schon ran musste, dafür aber mit Max Pregler in der Anfangsaufstellung startete die MT in Rumpfbesetzung in die Partie. Mit christian Damm und Christopher Barth fehlten gleich zwei Kreisläufer, Dazu im Rückraum der Langzeitverletzte Eugen Gisbrecht sowie Arjan Haenen. Dennoch war es zu Beginn ein Schlagabtausch auf Augenhöhe. In dem Adam Kiss und Merlin Kothe das 1:0 der Gastgeber durch Tom Warnke in eine eigene 2:1-Führung wandelten (4.).

Ein erster Rückschlag war ein vergebener Siebenmeter von Max Pregler, der auch im Nachwurf am glänzend reagierenden Jan Stroh scheiterte. Dennoch blieb die MT am Drücker. Steckte das 2:3 weg und ging erst durch Nino Jedinaks Tempogegenstoß mit 4:3 nach vorn (8.), dann durch Lukas Dexling sogar mit 6:4 (10.). Es war ein offener Schlagabtausch, in dem sich beide Mannschaften nichts schenkten, eine hohe Angriffsfrequenz fuhren und so auch den Torhütern reichlich Gelegenheit gaben, sich auszuzeichnen.

Auch beim 8:6, erzielt per Siebenmeter durch Adam Kiss (16.) und 10:8 durch Max Pregler (22.) lagen die Nordhessen mit zwei Treffern vorn. ehe der ohnehin starke Jan Stroh im HSG-Tor über sich hinauswuchs und reihenweise teils völlig freie Bälle wegpflückte oder, wie bei Vlad Avrams Durchbruch, das Bein im letzten Moment ausfuhr und spektakulär parierte. So holte sich Wettenberg zum 11:10 durch Lukas Becker erst die Führung zurück (24.), baute sie durch Kai Olbert auf 14:11 aus und brachte diesen Vorsprung auch in die Halbzeitpause.

Nachdem die Melsunger mit Schwung aus der Kabine zurückgekommen waren und durch Merlin Kothe sowie Adam Kiss auf 17:15 verkürzt hatten (34.), trat wieder Jan Stroh auf dem Plan. Drei feine Paraden des Schlussmannes, drei Tore seiner Mannschaftskollegen vorn und Wettenberg führte mit 20:15 (37.). Was dann Adam Kiss (2) und Vlad Avram im Tempogegenstoß wiederum auf 21:18 verkürzten (41.). Das alles änderte aber nichts an der Tatsache, dass sich die Nordhessen gerade im Abschluss zu oft selbst im Weg standen.

Mit abermals drei Toren am Stück setzte sich Wettenberg schnell wieder auf 24:18 ab (44.). Diesmal endgültig, weil Jan Stroh das Torhüterduell gegen Daniel Kocsis und den zwischenzeitlich eingewechselten Jannik Lengemann um Längen gewann. Spätestens nach Lukas Foos‘ 26:19 (51.) war klar, dass es für die MT an diesem Abend nichts mehr zu holen gab. Dazu spielte Wettenberg zu diszipliniert und ergebnisorientiert, war die MT zu brav in der Deckung und zu zögerlich im Angriff.

Immerhin steckte die Sviridenko-Sieben noch nicht völlig auf. Schön anzusehen war das Kempa-Anspiel von Vlad Avram auf Max Pregler zum 26:10 (52.) und auch Nino Jedinak, zweitweise in linken Rückraum eingesetzt, hatte noch gute Szenen. Bis zum 29:24, das er im Gegenstoß erzielte, war Melsungen auch noch mehr oder weniger im Spiel. Rabenschwarze 60 Sekunden sorgten dann aber zum wiederholten Male zu einem Dreierpack der Gastgeber zum 32:24 (58.). Grund genug für Georgi Sviridenko, trotz des klaren Rückstandes seine letzte Auszeit für ein paar deutliche Worte an die Mannschaft zu nutzen. Die verstand zumindest Merlin Kothe, der zuvor sicher nicht seinen besten Tag erwischt hatte, und verpasste dem Ergebnis mit zwei Rückraumtreffern zumindest noch eine kosmetische Korrektur.

Statisik

MT2: Kocsis (6 Paraden / 25 Gegentore), Lengemann (2 P. / 7 G.); Hagemann 1, Jedinak 4, Avram 3, Kothe 6, Pregler 3, Bruns, Reinbold 1, Kiss 6/4, Dexling 2 – Trainer Georgi Sviridenko.

HSG: Stroh (20 P. / 26 G.), Dellner (n. e.); Weide 1, Puhl 3, Becker 4, Olbert 2, Warnke 8/1, Schneider 1, Henkel, Wingefeld 5, Oyono 1, Kneissl 2, Foos 3, Lauber 2 - Trainer Axel Spandau.

Z: 220 - SR: Enge / Hofmann (Dornheim / Heuchelheim) - Strafen: 4 : 4 Minuten – 7m: 5/4 : 1/1.

Monatsansicht

 60 Minuten Vollgas