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Mit sechs Toren war Mikulas Cejka erfolgreichster Melsunger Schütze aus dem Feld. Hier überwindet er HSG-Schlussmann Fabian Tomm. (Foto: WMK)

JBLH: 38:24 gegen Hanau - die Weste bleibt blütenweiß

Der Lauf geht weiter! Auch ihr viertes Saisonspiel in der Jugendhandball-Bundesliga bestritt die A-Jugend der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen siegreich. Mit 38:24 (19:12) bezwang die Brede-Sieben die HSG Hanau und bleibt damit als einziges Team ohne Punktverlust Spitzenreiter der Staffel Mitte. Dabei glänzten die Flügelspieler der mJSG, die zusammen 17 Tore auf sich vereinigten. In der Torschützenliste fanden sich am Ende allerdings ohne Ausnahme alle eingesetzten Feldspieler wieder, was die beeindruckende Mannschaftsleistung der Nordhessen unterstrich.

Wie eine Gummiwand präsentierte sich die Melsunger Abwehr von Beginn an. Egal was die Gäste auch versuchten, sie prallten ab. Mehrfach mit Glück, so dass der Ball zumindest in ihren Reihen blieb. Den ersten Gegenstoß nach Ballgewinn der mJSG konnte ihr anfangs starker Torhüter Fabian Tomm gegen Julian Damm noch abwehren, beim zweiten über Jona Gruber war er machtlos (2.). Wie auch gegen Mikulas Cejkas Versuch von außen nach feinem Zuspiel von Tomas Piroch und Max Biebers Siebenmeter. Die Gastgeber führten schnell mit 3:0 (5.).

Und blieben ebenso druckvoll wie zielstrebig. Einzig Raffael Pogadl vermochte Lücken im Deckungsverbund zu finden und zweimal zum Zwischenstand von 4:2 zu treffen (8.), dann war wieder dicht vor Glenn Eggerts Kasten. Nur einmal noch musste der Keeper nach einem Siebenmeter von Tarek Marschall hinter sich greifen, sonst trafen bis zum 10:3 (16.) durch den agilen Julian Fuchs vom rechten Flügel nur Melsunger.

Es fiel auf, dass neben dem Spiel über die Außen Mikulas Cejka und Julian Fuchs auch das Umschalten von Abwehr auf Angriff hervorragend lief. Nur selten war das gebundene Spiel gefragt, meist war das Leder spätestens über die zweite Welle versenkt oder vom weiter prima haltenden Fabian Tomm pariert. Erst als Julian Damm für zwei Minuten auf die Bank musste, kamen die Südhessen besser ins Spiel. Zweimal nutzten sie die ganze Breite des Feldes und schlossen über ihre freien Außen Benjamin Horn und Leon Götz ab (13:7, 21.).

Kurzzeitig kamen die Hanauer näher heran und verkürzten über Raffael Pogadl und erneut Benjamin Horn auf 15:11, dann gaben die Gastgeber zur Pause hin noch einmal Gas. Tomas Piroch, Julian Damm, Max Bieber sowie Maxim Pliuto stellten den alten Sieben-Tore-Abstand wieder her. Um sofort nach dem Seitenwechsel an diesen Lauf anzuknüpfen. Max Bieber zum vierten Mal von der Siebenmeterlinie, Jona Gruber aus der zweiten Reihe und einmal mehr Julian Fuchs erhöhten auf 22:12 (33.).

Hanaus Spielmacher Tarek Marschall war es zu verdanken, dass seine Mannschaft nicht schon frühzeitig völlig unterging. Er verkürzte auf 23:14 (36.) und war, nachdem Maxim Pliuto und Jona Gruber auf 26:14 erhöht hatten, noch einmal der Antreiber zur Rückkehr auf eine einstellige Differenz (26:17, 44.). Ehe dann doch die Dämme brachen bei der HSG. Die Abwehr der Südhessen fiel regelrecht auseinander.

Dafür sorgten Jona Gruber und Tomas Piroch, die Hanaus Deckung in der Mitte zusammengezogen und damit ganz viel Platz für ihre Außen schafften. Mikulas Cejka, Julian Fuchs, Maxim Pliuto und Jonas Goßmann bedankten sich mit einer fast fehlerfreien Trefferquote. Weil sich auch Kreisläufer Nikita Pliuto in Szene zu setzen wusste und per Doppelschlag zum 30:18 traf (47.), war der Weg zum Kantersieg frei.

Fast jeder weitere Wurf der folgenden Minuten war ein Treffer, wobei auch die HSG von der nachlassenden Konzentration der mJSG angesichts des deutlichen Vorsprungs profitierte. Bis zu Raffel Pogadls 32:21 (50.) sah es noch so aus, als könnten die Gäste den Abstand zumindest konstant halten. Als jedoch der ins Tor zurückgekehrte Glenn Eggert zweimal glänzend parierte und vorn Cejka und Goßmann trafen, war beim 35:21 die Schlussdifferenz bereits erreicht. In den verbleibenden neun Minuten tat sich schließlich nicht mehr viel.

Statisik

mJSG: Eggert (9 Paraden / 13 Gegentore), Herbst 3 P. / 11 G.), Wenderoth (n. e.); Piroch 3, Badenheuer 1, Goßmann 2, Gruber 3, Damm 3, Pregler 1, Bieber 7/4, Fuchs 5, N. Pliuto 3, Cejka 6, M. Pliuto 4 – Trainer Björn Brede.

HSG: Tomm (8 P. / 25 G.), Kaun (1 Tor, 3 P. / 13 G.); Pogadl 8/3, Graichen 2, Wadel 1, Hofmann, Horn 2, Junker, Marschall 6/1, Bauch, Fulda, Ruess 2, Götz 2, Gutknecht – Trainer Hannes Geist.

Z: 120 - SR: Majstrak / Reimann (Magdeburg) - Strafen: 4 : 8 Minuten – 7m: 4/4 : 5/4.

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