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Axel Geerken: Wir haben noch einige Ziele!

Mit dem Spiel am Samstag gegen den TuS N-Lübbecke bricht für die MT das letzte Viertel der Meisterschaftsrunde 2017/18 an. Aktuell rangieren die Nordhessen auf Rang sieben, weisen nach 25 Spieltagen 31:19 Punkte auf. Das Erreichen des Saisonzieles ist damit entrückt. Idealerweise sollte es eine Platzierung werden, die für die Teilnahme am EHF-Cup berechtigt. Danach sieht es aber nun nicht mehr aus. Dennoch ist die Saison noch lange nicht zu den Akten zu legen. Im Gegenteil: Vorstand Axel Geerken hat klare Ziele formiert, wie er im Interview in der am Sonntag erscheinenden Ausgabe des MT-Magazin "Kurz vor Anpfiff" verrät.

Ja, das Ziel sollte sein, wieder europäisch zu spielen. Würde das klappen, wäre es die dritte Präsenz auf internationaler Ebene nach 2015 und 2017. Danach sieht es inzwischen aber nicht mehr aus. Denn nur wer diesmal in der DKB Handball-Bundesliga mindestens Vierter wird, darf sich berechtigte Hoffnungen auf Europa machen. Zu diesem Kandidatenkreis zählen derzeit Berlin, Hannover, Magdeburg und Kiel. Die MT ist mit sechs Punkten Rückstand schon etwas abgeschlagen. Trainer Michael Roth hatte bereits nach dem Schlusspfiff in Göppingen erklärt, dass sich seine Mannschaft von dem Gedanken verabschieden müsse, in der kommenden Saison international zu spielen. – Wie die Vereinsführung die Lage beurteilt, verrät Vorstand Axel Geerken:

Auch wenn der Zug nach Europa ohne die MT abzufahren scheint, ist es rein rechnerisch möglich, in den verbleibenden Spielen noch etwas an Boden gut zu machen. Was hat die MT noch für Ziele für den Saisonendspurt?

Geerken: Ursprüngliches Ziel war es, dass wir uns für den EHF-Cup qualifizieren. Das werden wir nach jetzigem Stand nicht erreichen. Deshalb sind wir zugegebenermaßen enttäuscht. Und nicht etwa deshalb, weil uns vermeintliche Experten aufgrund unserer Neuzugänge vor Saisonbeginn als Geheimfavorit eingestuft haben. Aber wir werden jetzt die Köpfe nicht hängen lassen, sondern uns weiter Ziele für die restliche Saison setzen. Eines davon ist es, noch so viele Spiele wie möglich zu gewinnen. Man soll ja nie ‘Nie’ sagen. In dieser unwägbaren, weil ausgeglichenen Liga muss man mit allem rechnen. Unsere unmittelbar vor uns liegenden Konkurrenten werden sicher auch noch Federn lassen. Da wäre es fatal, jetzt die Zügel schleifen zu lassen. Aber die Punktausbeute zu maximieren ist beileibe nicht unsere einziges Ziel für die letzten neun Spiele. Wir wollen die Zeit auch nutzen, um uns als Mannschaft insgesamt weiter zu entwickeln, um Abläufe zu verbessern und damit schon jetzt eine gute Basis für die kommende Saison zu schaffen.  Sehr wichtig ist es uns auch, unsere Fans mit guten Auftritten für ihre Unterstützung zu belohnen. Es ist nicht nur sehr erfreulich, wie sich die Zahl der Zuschauer in der Rothenbach-Halle entwickelt hat, sondern auch, mit welcher Begeisterung die Fans unserer Mannschaft jeweils den Rücken stärken.

Was war denn hauptsächlich ausschlaggebend, dass es in dieser Saison nicht so rund lief, wie erhofft?

Geerken: Sieht man auf dem Papier, welche personelle Besetzung wir haben, hätten es in der Tat einige Punkte mehr sein müssen. Aber es gab in der Praxis eben gewichtige Faktoren, die das verhindert haben. Einer davon war der relativ große personelle Umbruch. Fünf Spieler neu einzubauen, auch wenn jeder von ihnen eine hohe Qualität mitbringt, dauert manchmal doch länger als gedacht. Einen ersten Rückschlag haben wir bereits erlitten, als wir zum Saisonstart in Stuttgart verloren haben. In der Hinrunde konnten wir zwar mehrere Highlights setzen, wie zum Beispiel gegen Kiel, Hannover, Magdeburg und die Rhein-Neckar Löwen, haben daneben aber auch Punkte unnötig abgegeben.

Stichwort Verletzungen: Zuletzt musste Finn Lemke wegen Oberschenkelproblemen passen. Wie sieht es personell vor dem Spiel gegen Lübbecke aus?

Geerken: Finn hat das Training wieder aufgenommen, er wird wohl gegen Lübbecke wieder auflaufen können. Wenn sich bis zum Anwurf kein Spieler mehr neu verletzt oder krank wird, könnten wir nach langer Zeit sogar mal wieder in Bestbesetzung antreten. Das sei nicht nur der  Mannschaft, sondern auch dem Trainerstab gegönnt. Für Michael Roth, Heiko Grimm und Mile Malesevic waren nämlich die letzten Monate mit vielen Ausfällen alles andere als einfach.

 

 

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