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10 Jahre MT in Kassel - Belohnung für Fans der ersten Stunde!

Am zweiten Weihnachtsfeiertag 2007 fing alles an – für die MT Melsungen in Kassel. Zum ersten Mal gaben die Bundesliga-Handballer, zu dem Zeitpunkt gerade mal zwei Jahre in der höchsten deutschen Spielklasse am Ball, in einem Pflichtspiel ihre Visitenkarte in der nordhessischen Metropole ab. Anlüsslich dieser 10 Jahre hat sich die MT für die Fans der ersten Stunde etwas Besonderes einfallen lassen.

Mit dem ersten Auftritt in Kassel, am 26. Dezember 2007, sorgte die MT gleich für einen Paukenschlag. Die 4.300 Tickets für die eigens für das Bundesligaspiel gegen den THW Kiel in Windeseile hergerichtete Rothenbach-Halle der Messe Kassel waren sensationell in nur 55 Minuten komplett vergriffen. In einem daraufhin kurzfristig organisierten Public Viewing in einer benachbarten Messehalle wurde Platz für weitere 2.200 Fans geschaffen. Damit schrieb die MT ein echtes Weihnachtsmärchen in die Geschichtsbücher des heimischen Handballs, in der die 31:36-Niederlage gegen den haushohen Favoriten aus Kiel kaum mehr als eine Randbemerkung einnahm.

Wer war damals dabei – Gratistickets für Zeitzeugen mit Nachweis!

Beim Blick zurück denkt die MT an ihre Fans der ersten Stunde, bei denen sie sich mit dieser Aktion bedankt: Wer am Donnerstag, zum letzten Heimspiel des Jahres, gegen den TVB Stuttgart, an der ab 17:00 Uhr geöffneten Kasse der Rothenbach-Halle seine Dauerkarte oder eine Einzelkarte aus der Saison 2007/2008 vorlegt, darf bis zu zwei Begleitpersonen gratis mitbringen (nur solange Ticketvorrat reicht; ein Anspruch auf zusammenhängende Plätze besteht nicht).

Der Weg nach Kassel

Nach dem Aufstieg in die “stärkste Handball-Liga der Welt” in 2005 fand die MT zunächst für gut zwei Jahre in Rotenburg an der Fulda eine neue Bleibe. Die baulichen Gegebenheiten der Melsunger Stadtsporthalle, die nur rund 1.000 Plätze bietet, reichten für die höchste Spielklasse nicht mehr aus. Die schicke Meirotels Halle mit ihren 2.400 Plätzen, Tiefgarage, einem repräsentativen Foyer und verglastem VIP-Raum boten ideale Bedingungen. Gravierender Nachteil: dieser Standort in Waldhessen, also an der Peripherie der Region, erwies sich als zu abgelegen. Es liessen sich dorthin weder mehr Sponsoren noch mehr Zuschauer (aufgrund der beschränkten Hallengröße) locken.  Zudem erachteten viele Fans die Anreise als zu umständlich.

Der Trainer mit einer verrückten Idee

Bei einem Repräsentationstermin der MT in der Kasseler Messe fragte der damalige Trainer Robert Hedin: “Das ist hier eine schöne große Halle. Kann man hier kein Handball spielen?”. Der Coach meinte damit die gerade erbaute Rothenbach-Halle, die mit einer Grundfläche von fast 6.000 qm so groß wie ein Fussballfeld ist.

Woher die Infrastruktur nehmen?

Der Gedanke war zwar verrückt, aber im Kern einfach zu genial, als ihn einfach abzutun. Dabei musste die Hauptfrage beantwortet werden: Wie lässt sich in einer eigentlich für Ausstellungszwecke vorgesehenen Halle, die zunächst quasi nur eine Hülle darstellt, eine komplette Infrastruktur für ein Bundesligaspiel installieren?

Das umtriebige MT-Management fand unter seine Partnern tatsächlich einige, die von dieser “verrückten” Idee ebenso fasziniert waren, wie der Verein, der Trainer und die Mannschaft. Das war im Frühsommer 2007. Noch verrückter klang das Ziel: Mit dem Spiel am zweiten Weihnachtstag gegen den THW Kiel gäbe es einen passenden Anlass um einen ersten Test in Kassel zu absolvieren. Gesagt getan - frisch ans Werk! In beinahe atemberaubendem Tempo wurde die Rothenbach-Halle zur Handball-Arena ausstaffiert: Tribünen, Beleuchtung,?Beschallung, und sogar ein Anbau mit Umkleide- und Duschräumen wurden realisiert.

Halle voll? – Nebenan gehts mit Public Viewing weiter!

Das “Spiel der Spiele” rückte näher. Schon der Vorverkauf deutete daraufhin, dass selbst die nun zur Verfügung stehenden 4.300 Plätze nicht ausreichen würden, um alle Fans zu befriedigen. Also wurde kurzerhand eine weitere, an die Rothenbach-
Halle angrenzende Messehalle zur Public Viewing Arena aufgepeppt. So konnten weitere 2.200 Zuschauer das Spektakel live auf Großleinwand mitverfolgen. Damit schrieb die MT ein echtes Weihnachtsmärchen in die Geschichtsbücher des heimischen Handballs, in der die 31:36-Niederlage gegen den haushohen Favoriten aus Kiel kaum mehr als eine Randbemerkung einnahm.

“Testballon” wird zum erfolgreichen Weihnachtsmärchen  – seitdem MT-Handball in Kassel

Dieses Spiel, eigentlich als ein “Testballon” gedacht, um die Chancen am Standort Kassel auszuloten, war damit so erfolgreich, dass die MT in Zusammenarbeit mit Halleneigner Messe Kassel entschied, fortan alle Heimspiele in der Rothenbach-Halle auszutragen. HNA-Redakteur Manfred Schaake, traf damals in seinem Kommentar den Nagel auf den Kopf: “Aus waldhessischer Sicht ist der Umzug von Rotenburg nach Kassel ein Verlust, für den Sportstandort Kassel und Nordhessen aber ein Gewinn”. Und wenn man die stetig wachsende Fangemeinde und die damit einhergehenden steigenden Zuschauerzahlen betrachtet, hat Schaake vor 10 Jahren wahrhaft hellseherische Fähigkeiten bewiesen.

Fans sorgen für Eventstimmung

So ist die Rothenbach-Halle in der laufenden Saison zu fast allen der bisherigen Spiele ausverkauft gewesen. Es sind nicht zuletzt die jeweils 4.300 Fans, die die Aufritte der MT in der stärksten Liga der Welt zu einem mitreissenden Handball-Event machen.

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