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MT erwartet gegen Lemgo keinen Spaziergang

Am 31. Spieltag in der DKB Handball-Bundesliga empfängt die MT Melsungen den TBV Lemgo. Setzen dann die Nordhessen ihre tolle Serie von 13:1 Punkten aus den letzten sieben Spielen fort, wird es für die Ostwestfalen noch schwerer, dem Abstiegsstrudel zu entkommen. Anwurf in der Kasseler Rothenbach-Halle ist am Samstag um 19:00 Uhr. Es gibt noch Karten im Vorverkauf und am Spieltag an der ab 17:30 Uhr geöffneten Hallenkasse.

Käsler-Foto aus dem Hinspiel: Zum 33:29-Sieg im Oktober in Lemgo steuerte Marino Maric vier Treffer bei. Hier haben Patrick Zieker (76) und Ionut Ramba (8) das Nachsehen gegenüber dem MT-Kreisläufer.

Die derzeitige Tabellenkonstellation lässt nur eine Prognose zu: Der Achte MT Melsungen empfängt den Sechzehnten TBV Lemgo und entscheidet das Spiel vor eigenem Publikum klar zu seinen Gunsten! Soweit die Theorie. Dafür spricht, dass sich der Gastgeber in einem positiven Fluss befindet und seit sieben Partien ungeschlagen ist. Und zudem fest entschlossen ist, diesen starken Schlussspurt möglichst auch bis zum Saisonende durchzuziehen.

Trainer Michel Roth: “Wir wollen in diesen beiden letzten Heimspielen unsere Fans gut unterhalten und peilen natürlich zwei Siege an. Gegen Lemgo stellen wir unsere Favoritenrolle nur unter Beweis, wenn wir dessen Gegenstöße unterbinden und im eigenen Angriff möglichst effektiv sind. Im Hinspiel ist uns das trotz des Sieges nur teilweise gelungen”.   

Derzeit jedoch scheint das MT-Team geradezu eine neue Leichtigkeit entdeckt zu haben, bei der mit großem Elan und sprühender Spielfreude auch verhältnismäßig enge Spiele jeweils mit Punktgewinnen abgeschlossen werden. “Wir haben natürlich auch noch etwas gut zu machen”, spielt Vorstand Axel Geerken auf die mäßige Hinserie an, und ergänzt: “Es ist  schön zu sehen, dass uns jetzt vieles besser gelingt. Das haben wir uns lange gewünscht, aber dann im Verlauf der Saison erst hart erarbeiten müssen. Natürlich wollen wir auch unsere Serie gegen den TBV Lemgo fortsetzen und dann  schauen wir mal, wie weit es für uns bis zum Saisonende noch gehen kann”.

Mitverantwortlich für die derzeit guten Ergebnisse sind vor allem die stabile Abwehr,  die obendrein von einem in toller Form befindlichen Johan Sjöstrand im Tor bestens unterstützt wird. In der Offensive zünden  – ausser den Tempogegenstößen – auch die taktischen Mittel, wie etwa die Übergänge aus dem Rückraum an den Kreis, zuletzt vorwiegend von Timm Schneider umgesetzt. Aber auch die Leistungssteigerungen auf einzelnen Positionen, wie beim Sieg gegen Erlangen auf Linksaussen Michael Allendorf oder im Rückraum Philipp Müller, die beide jeweils 5 Treffer erzielten.

So gesehen geht die MT als klarer Favorit in das Spiel am Samstag gegen den TBV Lemgo. Stellt sich aber gleichzeitig darauf ein, dass diese Partie kein Spaziergang wird. Denn als Tabellensechzehnter steht den Ostwestfalen das Wasser bis zum Halse. Wäre die Saison jetzt zu Ende, wäre der Traditionsclub abgestiegen. Und das nach 34 Jahren ununterbrochener Zugehörigkeit zum Handball-Oberhaus. “Lemgo kämpft um seine Existenz, da müssen wir aufpassen, nicht auf dem falschen Fuß erwischt zu werden”, warnt Roth.

Dessen Lemgoer Berufskollge Florian Kehrmann blickt derzeit zwar erfreut auf die starken kämpferischen Leistungen seiner Schützlinge, aber auch mit Sorge auf seinen dezimierten Kader. So musste er zuletzten gegen Stuttgart verletzungsbedingt sogar mit einem Rechtshänder auf der Halbrechten durchspielen lassen. Auch beim Auftritt bei der MT rechnet er nicht damit, dass Routinier Rolf Hermann, Dominik Ebner oder Donat Bartok aus dem Lazarett zurück kehren.

Ganz sicher dabei sein werden hingegen zwei Ex-MT’ler: Jonathan Stenbäcken (Rückraum links) und Anton Mansson (Kreis) bestreiten in Kassel ihr viertletztes Spiel für die Blauweissen. Während Stenbäcken in der kommenden Saison für  die Dänen von Skjern Håndbold aufläuft, wechselt Mansson zum Nachbar GWD Minden.

Im MT-Team stehen mit Timm Schneider und Arjan Haenen zwei Akteure, die zuvor die Lemgoer Farben vertreten haben. Rückraum-Allrounder Schneider wechselte in 2015 von den Ostwestfalen zu den Nordhessen, ein Jahr darauf folgte ihm Rechtsaussen Haenen. Der freut sich übrigens besonders auf das Wiedersehen mit seinem ehemaligen Club, steht doch mit dem 20-jährigen Mark van den Beucken nicht nur ein Landsmann im Kader, sondern gleichzeitig auch sein Cousin. Allerdings wird der 20-jährige eher im Drittligateam des TBV eingesetzt.

Auf Seiten des Gastgebers indes plant Michael Roth mit der gleichen Besetzung wie in den letzten Spielen. Bis auf Gabor Langhans und Nenad Vuckovic sollten am Samstag also alle Mann an Bord sein.

Schiedsrichter in Kassel:
Martin Thöne / Marijo Zupanovic (Berlin); Spielaufsicht: Ralf Damian

Bisherige Ligavergleiche:
23 Spiele, 13 Siege TBV, 10 Siege MT
Letzte Spiele:
22.10.2016, TBV Lemgo - MT Melsungen 29:33
21.02.2016, TBV Lemgo - MT Melsungen 22:31

Zur Homepage des TBV Lemgo: Bitte hier klicken!

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