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MT erhebt keinen Einspruch zum Spiel gegen die Füchse

Handball-Bundesligist MT Melsungen hatte nach dem Spiel am vergangenen Mittwoch gegen die Füchse Berlin  – Endergebnis 28:28 – wegen eines vermeintlichen Regelverstoßes vorsorglich einen Einspruch angemeldet. Die Nordhessen haben aber nach Abwägung die dreitägige Frist verstreichen lassen und den Einspruch nicht geltend gemacht.
 

Käsler-Foto: Linksausen Jeffrey Boomhouwer hatte Sekunden vor Schluss das 28:28 erzielt.

Wenige Sekunden vor Schluss im Bundesligaspiel der MT Melsungen gegen die Füchse Berlin steht es 28:28 unentschieden. Einen Ball der angreifenden MT wehrt der Füchse-Torwart ins Seitenaus ab. Ein Berliner Auswechselspieler fängt dort den Ball und lässt ihn neben sich auf den Boden fallen. Der kurz nach Einwurf abgeschlossene Torwurf des Melsunger Angreifers ist zwar erfolgreich, passiert aber nach dem Schlusspfiff. Somit bleibt es beim 28:28-Remis.

“Wir haben die Aktion des außerhalb des Spielfeldes stehenden Spielers als aktiven Eingriff ins Spielgeschehen. Das hätten die Schiedsrichter in dem Falle mit Roter Karte gegen den Berliner und Siebenmeter für uns ahnden müssen. Es lag unseres Erachtens also ein Regelverstoß vor. Um uns die Möglichkeit eines Einspruchs gegen die Wertung des Spiels offen zu halten, haben wir diesen im offiziellen Spielbericht der Schiedsrichter eintragen lassen und damit vorsorglich angemeldet. Spätestens am dritten Tag nach dem Spiel muss man den Einspruch dann geltend gemacht haben, um ihn in einem Verfahren verhandeln lassen zu können. Davon haben wir nach Abwägung aller Eventualitäten Abstand genommen und akzeptieren damit das Unentschieden”, erklärt MT-Vorstand Axel Gerken am Samstag.

Aus Sicht der MT Melsungen hätte es im günstigsten Falle zu einem Wiederholungsspiel kommen können. Wobei sich dann gleich mehrere Fragen gestellt hätten: Zum Beispiel, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, bei Neuansetzung ein besseres Ergebnis zu erzielen, aber vor allem, wann hätte es angesichts der engen Terminkonstellation in Liga und Europapokal überhaupt stattfinden können? “Deshalb war für uns hier letztlich die Unverhältnismäßigkeit zwischen Aufwand und Nutzen ausschlaggebend. Da muss man dann einfach auch mal realistisch bleiben”, so Geerken. 

EHF-Cup: MT will heute ersten Schritt zum Einzug ins Final Four machen

Am heutigen Samstag widmet sich die MT einer ganz anderen Aufgabe. Ab 20:45 Uhr geht es im südfranzösischen Saint Raphaël gegen den dortigen Erstligisten Saint-Raphaël Var Handball im Hinspiel im EHF Pokal-Viertelfinale darum, eine gute Ausgangsbasis für das am 29. April stattfindenden Rückspiel in Kassel zu schaffen.

Beim Abschlusstraining am Freitag im Palais des Sports J-F Krakowski war auch Marino Maric dabei. Der Kreisläufer könnte heute nach 116-tägiger Verletzungspause sein Comeback auf dem Spielfeld feiern. Trainer Roth kann aus einem 17-köpfigen Aufgebot schöpfen. Davon dürfen in diesem internationalen Wettbewerb 16 Akteure - gegen über 14 in der Bundesliga – eingesetzt werden. Die Begegnung gegen den Viertplatzierten in der 1. französischen Liga wird heute als Internet-Livestream auf ehftv.com übertragen.

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