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Axel Geerken vor dem Start in die Vorbereitung im HNA-Interview

Am morgigen Freitag (10. Juli 2020)  ist ein wichtiger Tag für die Bundesliga-Handballer der MT Melsungen. Weniger weil MT-Nationalspieler Kai Häfner seinen 31. Geburtstag feiert, sondern vielmehr deshalb, weil das Team von Trainer Gudmundur Gudmundsson nach der Corona-Zwangspause in die Vorbereitung auf die nächste Saison einsteigt. – HNA-Sportreadakteur Björn Mahr sprach unmittelbar vor dem Start in die Saisosnvorbereitung mit MT-Vorstand Axel Geerken.

Axel Geerken sagt über ...

... den Beginn der Vorbereitung: Aus unserer Sicht ist es mit den obligatorischen Fotoshootings in der Kasseler Rothenbach-Halle eigentlich ein normaler Start. Allerdings freue ich mich ein bisschen mehr als sonst. Wir haben uns lange nicht mehr als Gruppe getroffen. Treffen gab es nur virtuell in einer Videokonferenz. Daran haben aber auch schon unsere Neuzugänge teilgenommen.

... den Familienzuwachs: Ich denke mal, dass der Zuwachs bei den Familien Simic, Kunkel und Häfner erst mal viel Gesprächsstoff bieten wird. Das sind ja mal ausgesprochen angenehme Themen in diesen Zeiten. Und bei Domagoj Pavlovic beziehungsweise unserer Physiotherapeutin Jenny Perlwitz steht ja auch jeweils noch Nachwuchs bevor. Damit zeigt sich auf jeden Fall, dass sich die Spieler bei uns sehr wohlfühlen.

... Training in Corona-Zeiten: Wir dürfen ab Freitag in voller Mannschaftsstärke die Übungseinheiten absolvieren und dabei auch unsere Kabine in der Melsunger Stadtsporthalle wieder nutzen, nachdem der Schwalm-Eder-Kreis unserem vorgelegten Hygienekonzept zugestimmt hat. Das heißt zum Beispiel, dass wir alle Personalien erfassen und Desinfektionsmittel bereitstellen müssen. Wichtig war uns vor allem, dass wir zum Einstieg wieder mit Körperkontakt trainieren können. Denn das hilft unseren Jungs, sich wieder rasch als Team zusammenfinden. Wir arbeiten auf den Start am 1. Oktober hin.
Da wir vor Ort alles haben, was wir für ein abwechslungsreiche Übungsprogramm brauchen, verzichten wir auf ein Trainingslager fernab von Kassel und Melsungen. Zumal wir den Kraftraum in der Stadtsporthalle noch besser ausgestattet und bei unseren Partnern Blu in Guxhagen und Crossfit Schmiede in Kassel sehr gute Möglichkeiten haben.

... die Höhepunkte in den nächsten Wochen: Wir haben einiges vor. Unsere Fans werden die Mannschaft kennenlernen, aber nicht so, wie sie es gewohnt waren. Eine Vorstellung vor 800 bis 1000 Menschen – wie bislang gewohnt – wird es situationsbedingt nicht geben können. Die Neuzugänge werden wir virtuell präsentieren. Geplant ist Ende Juli zudem eine Talkrunde im Netz. Wir werden auch ein paar Tests absolvieren, zum Beispiel gegen die HSG Wetzlar und den TBV Lemgo – aber alles unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Zur Vorbereitung wird ein Team-Event gehören: Kochen und Essen mit den Fliegenden Köchen.

... die Personalplanung: Wir schauen uns zwar immer nach potenziellen Verstärkungen um, aktuell haben wir es aber nicht vor, den Kader noch zu vergrößern: Wir haben 16 Profis unter Vertrag. Wir haben es nun geschafft, die schwierige Lage wirtschaftlich bis zum 30. Juni zu meistern. Ich werde aber dennoch noch mal mit unseren Spielern sprechen. Denn es geht darum, sichere Arbeitsplätze zu bieten.

... die Hoffnung auf einen Startplatz in der Europa League: Wir müssen zurzeit nichts forcieren. Die Europäische Handball-Föderation will erst mal abwarten, welche Klubs sich registrieren, welche Mannschaften die jeweiligen Verbände melden.

... die Zusammensetzung des Kaders: Ich bin von unserem Kader überzeugt. Wir haben eine gute Mischung im Team. Die Voraussetzungen stimmen, zumal wir mit Gudmundur Gudmundsson einen sehr guten Trainer verpflichtet haben. Wie sich die Rädchen ineinander fügen, lässt sich jedoch nach einer so langen Pause schwer einschätzen.

MT wartet noch mit Start des Dauerkartenverkaufs

Während einige wenige Klubs schon mit dem Dauerkartenvorverkauf für die nächste Saison in der Handball-Bundesliga begonnen haben, lässt sich die MT Melsungen noch etwas Zeit. „Wir werden unseren Fans erst ein Angebot machen, wenn der Spielplan steht“, sagt Manager Axel Geerken. Wann es mit welchen Paarungen Anfang Oktober losgeht, wird sich in Kürze entscheiden. Seit gestern tagt auch die Handball-Bundesliga (HBL) mit ihren Mitgliedern in Köln. Die Vereine hoffen, dass schon im Herbst vor Zuschauern gespielt werden kann und Geisterspiele damit kein Thema sind.

Der original Artikel ist hier erschienen.
Archivfoto: A. Käsler

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