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Demokratie stärken: Heute hochkarätiger Talk im Livestream

Die Kasseler Initiative „Offen für Vielfalt – Geschlossen gegen Ausgrenzung“, der auch die MT Melsungen angehört, hat eine hochkarätig besetzte Diskussionsrunde organisiert zum Thema „Demokratie stärken! - Wie treten wir rechter Hetze und Angriffen auf unsere demokratische Gesellschaft gemeinsam am wirkungsvollsten entgegen?“. Die Veranstaltung wird am heutigen Montag, 11. Mai, von 18.30 bis 20 Uhr von der Hessisch/Niedersächsischen Allgemeinen (HNA) unter www.hna.de sowie unter www.offenfuervielfalt.de live im Internet übertragen.

Immer häufiger finden sich rechtsextrem motivierte Schlagzeilen in Zeitungen und den Sozialen Medien, die Angriffe auf Mitmenschen in Chemnitz, Halle und Hanau markieren die dramatischen Höhepunkte dieser Entwicklung. Der Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Dr. Walter Lübcke vor knapp einem Jahr (2. Juni 2019) machte die besondere Gefährdung demokratisch engagierter Politikerinnen und Politiker auf tragische Weise sichtbar.

„Die Gesellschaft zusammenzuhalten, das ist die große Aufgabe unserer Zeit. Freiheit und Demokratie sind keine Selbstläufer, sie benötigen entschlossenes Engagement – von der Politik, aber auch von Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Es ist wichtig, dass wir uns aktiv einbringen und Angriffen von Rechtsextremisten entgegenstellen“, mahnt Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier.

Um ein deutliches Signal für eine starke Demokratie und eine offene Gesellschaft zu setzen, veranstaltet die Kasseler Initiative „Offen für Vielfalt – Geschlossen gegen Ausgrenzung“ im Vorfeld des Jahrestages der Ermordung Walter Lübckes eine hochkarätig besetzte Diskussionsrunde zum Thema „Demokratie stärken!“. Ursprünglich als Zuschauerveranstaltung geplant, findet die Diskussion nun aufgrund der Corona-Krise als Liveübertragung aus der Neuen Denkerei in Kassel statt. Die Diskussionsrunde wird am Montag, 11. Mai 2020, von 18.30 bis 20.00 Uhr von der Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen (HNA) unter www.hna.de sowie unter www.offenfuervielfalt.de live im Internet übertragen. Ein Mitschnitt der Veranstaltung steht anschließend im Internet unter www.offenfuervielfalt.de zur Verfügung.

Mit der Veranstaltung will die Initiative eine Plattform bieten, um konkrete Lösungen für den Umgang mit zusehends enthemmter rechtsextremer Gewalt und Hetze in Deutschland aufzuzeigen. Denn Solidaritätsbekundungen allein reichen nicht aus. „Wir dürfen Hass und Hetze nicht unkommentiert und unwidersprochen stehen lassen. Worte und Taten im digitalen Raum müssen ebenso Konsequenzen haben wie in der analogen Welt“, so Hessens Justizministerin Eva Kühne-Hörmann, die auch Schirmherrin des Aktionsplans „Hessen gegen Hetze“ ist. Die Justiz muss in der Lage sein, Täter effektiv zu verfolgen, die häufig schweigende Mehrheit muss gegen Rechtsextremismus ihre Stimme finden.

Zur Frage, wie das gelingen kann, diskutieren Christine Lambrecht (SPD), Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, Anetta Kahane, Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung zur Stärkung einer demokratischen Zivilgesellschaft, der Rechtsextremismus-Experte und Buchautor Olaf Sundermeyer, die jüngste Kommunalpolitikerin in ihrer Region, Hulda Kalhorn aus Greifswald, sowie Michael Brand, Menschenrechtsexperte und Bundestagsabgeordneter (CDU) aus Fulda. Moderiert wird die Diskussionsrunde von Amira El Ahl, Moderatorin und Redakteurin der Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen (HNA) in Kassel.

In der Kasseler Demokratieinitiative „Offen für Vielfalt“ engagieren sich 22 Kasseler Unternehmen, Vereine und Institutionen  – unter anderem die MT Melsungen Bundesliga-Handball  – und sorgen mit Veranstaltungen, Infoständen auf Demonstrationen und Sportevents und mit konkreter Projektunterstützung dafür, dass der Diskurs für eine offene Gesellschaft in und um Kassel sowie Nordhessen lebendig bleibt.

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