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Personal-Hammer: DHB trennt sich von Prokop und holt Gislason

Das Präsidium des Deutschen Handballbundes hat im Rahmen seiner turnusgemäßen Präsidiumssitzung beschlossen, Christian Prokop von seiner Aufgabe als Bundestrainer der Männer-Nationalmannschaft freizustellen. Die Nachfolge übernimmt der Isländer Alfred Gislason (Archivfoto THW Kiel/Sascha Klahn), der am Freitag, 07.02.20, in Hannover offiziell vorgestellt wird.

Die Pressekonferenz findet am Freitag, 7. Februar, um 11.30 Uhr im Maritim Airport Hotel, Maritimstraße 1, 30855 Langenhagen statt. Medienvertreterinnen und Medienvertreter, die hieran teilnehmen möchten, werden aus organisatorischen Gründen gebeten, sich mit einer formlosen E-Mail an presse@dhb.de anzumelden. Eine Splitbox zur Abnahme des Tonsignals steht zur Verfügung.

„Wir haben diese schwere Entscheidung nach reichlicher Abwägung und einer ganzheitlichen Analyse aus Verantwortung für den deutschen Handball getroffen“, sagt Andreas Michelmann, Präsident des Deutschen Handballbundes. „Bei Christian Prokop bedanken wir uns ausdrücklich für die geleistete Arbeit und insbesondere für das Auftreten unserer Nationalmannschaft bei den letzten Turnieren. Wir sind allerdings auch in der Analyse der Europameisterschaft davon überzeugt, dass wir unsere kurzfristigen Ziele nur mit einem neuen Impuls erreichen können. Alfred Gislason steht aufgrund seiner langjährigen Erfahrung und Erfolge für einen solchen Impuls und bringt frische Energie in die Nationalmannschaft.“

Der 60-jährige Gislason erhält einen Vertrag, der die EHF EURO 2022 in Ungarn und der Slowakei einschließt. Seine Arbeit als Bundestrainer wird er mit dem am 9. März in Aschersleben beginnenden Lehrgang der Nationalmannschaft aufnehmen. Das erste Länderspiel steht am 13. März ab 18 Uhr gegen die Niederlande auf dem Programm. Die ARD überträgt live. Erster Höhepunkt wird das Olympia-Qualifikationsturnier vom 17. bis zum 19. April in Berlin sein – mit den Teams aus Schweden, Slowenien und Algerien kämpft die deutsche Handball-Nationalmannschaft in der Max-Schmeling-Halle um zwei Tickets für die Olympischen Spiele in Tokio.

Als Spieler bestritt der Rechtshänder 190 Länderspiele für Island und gewann mit dem TUSEM Essen in den achtziger Jahren zweimal die Deutsche Meisterschaft sowie einmal den DHB-Pokal. Anschließend ist Gislason einer der erfolgreichsten Vereinstrainer im Welthandball geworden. Nach dem Triumph mit dem SC Magdeburg 2002 gewann er auch mit dem THW Kiel 2010 und 2012 die Champions League. Hinzu kommen unter anderem sieben Deutsche Meisterschaften und sechs Erfolge im DHB-Pokal. Nach Stationen in Hameln, Magdeburg und Gummersbach gestaltete er von 2008 bis zum Juni vergangenen Jahres die Geschicke des THW Kiel. Von 2006 bis 2008 war er Trainer seines Heimatlandes Island. (DHB Pressestelle)

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