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EM-Auftakt: Deutschland klarer Sieger über die Niederlande – MT-Cracks steuern 12 Treffer bei

Am Donnerstag traf die deutsche Mannschaft im Auftaktspiel der 14. Europameisterschaft auf Debütant Niederlande. Im "Spektrum" in Trondheim ging es um die ersten Zähler in der Gruppe C. Die hochfavorisierte DHB-Auswahl fand dabei, vor 4.057 Zuschauern, lange nicht zu ihrem Spiel. Erst, als in der zweiten Halbzeit der Rückzug besser funktionierte, wurde die Aufgabe wesentlich leichter. Am Ende stehen ein klarer 34:23 (15:13)-Erfolg und die ersten zwei Punkte. Da Uwe Gensheimer nach einem Kopftreffer (17.) disqualifiziert wurde, erlebte Patrick Zieker sein EM-Debüt. Von der MT melsungen kamen alle drei Akteure zum Einsatz. Den stärksten Eindruck hinterließ Kai Häfner – nicht nur wegen seiner fünf Treffer aus fünf Versuchen. In die Torschützenliste trugen sich aber auch Julius Kühn (4) und Tobias Reichmann (3) ein.

Sascha Klahn-Foto: Julius Kühn freut sich über seinen gelungenen ersten Treffer. Im Hintergrund Kapitän Uwe Gensheimer, der in der 16. Spielminute mit Roter Karte ausschied.

Die DHB-Auswahl wirkte zunächst unaufmerksam. Ephraim Jerry scheiterte zwar von halblinks mit dem ersten Wurf von Oranje an Andreas Wolff, doch ein Anspielfehler der Deutschen folgte. Paul Drux konnte nicht zu Hendrik Pekeler durchstecken, ein weiterer Fehler folgte. Iso Sluijters und Samir Benghanem im Gegenstoß erzielten das 0:2. Kühn und Gensheimer schienen diese anfänglichen Fehler beim 2:2 schnell zu begradigen, aber Bart Ravensbergen verhinderte dann den ersten Siebenmeter-Treffer Gensheimers. Ein Doppelschlag von Häfner bedeutete beim 4:3 (8.) die erste DHB-Führung.

In dieser Phase verbesserte die Prokop-Sieben ihre Struktur im Angriff, spielte klarer und bewegte sich ebenso in der Deckung gut. In der folgenden Unterzahl - Reichmann erhielt, als Oranje-Linksaußen Steijns zum 5:4 (10.) durchstach, die erste Zeitstrafe - erhöhte Deutschland den Vorsprung zum ersten Mal deutlich. Über drei Minuten ohne Gegentreffer ermöglichten die 9:4-Vorlage, wobei Wiencek aus der Drehung einnetzte. Niederlandes Trainer Erlingur Richardsson war sichtlich unzufrieden und drückte den Buzzer zur Auszeit. Sein Team hatte den Fokus verloren.

Toon Leenders wurde nun eingewechselt und bekam sein hundertstes Länderspiel. Das DHB-Team konnte den Angriff indes erneut blocken. Jannik Kohlbacher besorgte das 10:4. Die Niederlande warteten über fünf Minuten auf einen Treffer, ehe Kay Smits das 10:5 (16.) erzielte. Wolff hatte bereits sechsmal pariert. In der nächsten Situation traf Gensheimer Ravensbergen beim Siebenmeter am Kopf und wurde disqualifiziert. So kam Patrick Zieker früher als erwartet zu seinem Debüt bei der Europameisterschaft. David Schmidt erzielte kurz darauf beim 12:7 (19.) sein erstes EM-Tor.

Team Deutschland ließ nun die Zügel schleifen und traf über fünf Minuten nicht, bis zu Reichmanns 13:11 (25.). Smits verkürzte bald auf 12:10. Nach einem weiteren technischen Fehler suchte die DHB-Abwehr in der Deckung immerhin wieder den Kontakt, konnte aber Smits´ 12:11 (25.), dessen fünften Torerfolg nicht verhindern. Dass Leenders dann beim 15:13, zugleich der Pausenstand, einen Abpraller wegfischte und die DHB-Auswahl kurz vor der Sirene das Spiel verschleppte, brachte nicht nur Keeper Andreas Wolff auf die Palme. Der Torwart ging mit einem Kopfschütteln vom Spielfeld.

Wolff blieb, anders als bei den Testspielen, auf dem Spielfeld. Es blieb auch bei dem engen Spielstand. Oranje-Spielmacher Luc Steins traf bis zum 16:14 (33.) zweimal. Die Niederländer, die teilweise eine 5:1-Deckung gezeigt hatten, zogen sich indes wieder zurück und konnten doch Drux beim nächsten Versuch aus der Wurfzone drängen. Ravensbergen parierte zum fünften Mal. Hinzu kam ein Wechselfehler von Kai Häfner, wobei die Unparteiischen die Substitution Camera zurate zogen. In doppelter Unterzahl setzte Zieker dann mit dem Konter zum 17:15 einen wichtigen Akzent.

Häfner verschaffte seiner Mannschaft mit guten Einzelaktionen bis zum 20:16 (41.) etwas Luft zum Atmen. Die nächste Unterbrechung folgte, Richardsson hatte nochmals Gesprächsbedarf. Christian Prokop nutzte dies, um mehr Engagement im Rückzug zu fordern. Das wurde gut umgesetzt. Nach 44 Minuten erarbeitete sich die Mannschaft auch zwei Siebenmeter, die Reichmann zum 22:18 verwertete. Zwischendurch war Steins frei durch, doch der Vorsprung wirkte jetzt, auch dank Wolff zwischen den Pfosten, solide. Kohlbacher und Häfner erhöhten 13 Minuten vor Schluss auf 25:19.

Danach gestaltete die deutsche Mannschaft den Spielstand noch deutlich. Auch wegen der inzwischen 15 Paraden von Andreas Wolff konnte Kastening nach 52 Minuten erstmals auf 29:19 erhöhen. Schagen beendete dann den deutschen 7:0-Lauf. Prokop wechselte danach mit Johannes Bitter und Philipp Weber frische Spieler ein. Kühn und Böhm hatten Feierabend. Kurzzeitig gesellten sich nochmals Fehler ins Spiel, der einmal erkämpfte Vorsprung blieb jedoch erhalten. Weber besorgte sogar das 33:22 (58.). Bis zum 34:23-Endstand sammelte Bitter immerhin drei Paraden.

Torschützen: Häfner (5), Kohlbacher (5), Kühn (4), Kastening (3), Reichmann (3/2), Wiencek (3), Schmidt (2), Zieker (2), Gensheimer (2/1), Böhm (2), Weber (1), Pekeler (1), Wolff (1); Siebenmeter: 3 / 5; Zeitstrafen: 5; Rot: Gensheimer (1.),
Quelle: handball-world.news

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Kroatien - Montenegro: Marino Maric gewinnt das Duell gegen MT-Teamkamerad Nebojsa Simic

Obwohl Kroatien als deutlicher Favorit in die Gruppe A und damit auch in die Partie gegen Montenegro gegangen war, so lagen sie zur Pause noch 12:13 zurück. Erst nach der Pause konnte Kroatien die individuelle Klasse ausspielen und sich absetzen, Trainer Lino Cervar konnte dafür aber seine Leistungsträger nur sehr wenig entlasten. Am Ende setzte sich der Favorit dann aber deutlich mit 27:21 durch und kann bereits am Samstag gegen Weißrussland den Einzug in die Hauptrunde erreichen.

MT-Kreisläufer Marino Maric erzielte vier Tore. Auf der anderen Seite zeigte Torhüter Nebojsa Simic mit einer Quote von 24 Prozent gehaltener Bälle noch eine ansprechende Leistung.

Quelle: handball-world.news

Roman Sidorowicz, sechster EM-Teilnehmer aus den Reihen der MT Melsungen, hat seinen ersten Turniereinsatz am Freitag. Dann trifft er mit der Schweiz auf Schweden.

Alle Termine und Ergebnisse der EURO 2020 lesen Sie hier.

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