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Zwei Härtetests, zwei Siege – DHB-Team schon fast in EM-Form

Vor der am 9. Januar beginnenden Europameisterschaft hat die deutsche Auswahl zwei Härtetests bestanden. Nach dem 33:25-Sieg am Samstag gegen Island in der ausverkauften Mannheimer SAP-Arena, ließ das Team von Bundestrainer Christian Prokop am Montag in Wien gegen Österreich ein 32:28 folgen. Prokop setzte in beiden Partien jeweils 17 Spieler ein, darunter auch die drei MT-Cracks Kai Häfner, Julius Kühn und Tobias Reichmann. Bis spätestens 24 Stunden vor dem EM-Auftakt am Donnerstag in Trondheim gegen die Niederlande muss der DHB das endgültige 16-köpfige Aufgebot benennen.

Sascha Klahn-Foto: Kai Häfner setzt sich hier im Spiel gegen die Österreicher durch. Nicht mehr eingreifen kann Raul Santos (li., SC DHfK Leipzig)

Starke Routiniers und viele gute Optionen in der zweiten Reihe: Die dezimierten deutschen Handballer (verletzungsbedingt fehlen u.a. die beiden Halbrechten Steffen Weinhold, THW Kiel, und Fabian Wiede, Füchse Bberlin) haben die beiden Härtetest für die Europameisterschaft mit Bravour bestanden. Das Team von Nationaltrainer Christian Prokop setzte sich am Samstag in Mannheim in der mit 13.078 Zuschauern ausverkauften SAP-Arena gegen EM-Teilnehmer Island mit 33:25 (16:13) durch und hatte dabei sogar ausgiebig Zeit, um Systeme und Personal zu testen.

Insgesamt zeigte die deutsche Auswahl eine geschlossene Mannschaftsleistung, beste Torschützen waren Kapitän Uwe Gensheimer und Paul Drux mit jeweils vier Treffern. Daneben wusste auch das Torhüterduo mit Andreas Wolff und Rückkehrer Johannes Bitter zu überzeugen.

Die MT Melsungen ist der Bundesligist, der mit gleich drei Akteuren die meisten Spieler für das DHB-Team zur EM abstellt. Alle drei waren in der Scorerliste vertreten: Julius Kühn (1 Tor), Kai Häfner und Tobias Reichmann (jeweils 3 Tore). Darüber hinaus waren auch die beiden künftigen MT-Cracks Timo Kastening (Rechtsaußen, TSV Hannover Burgdorf, 3 Tore) und auf Seiten der Isländer Arnar Arnarsson (Kreisläufer, GOG Håndbold, DEN, 2 Tore) erfolgreich. 

Deutschland - Island 33 : 25 (16:13)

Deutschland: Bitter, Wolff – Drux 4, Gensheimer 4, Golla 3, Häfner 3, Kastening 3, Reichmann 3, Weber 3, Kohlbacher 2, Pekeler 2, Zieker 2, Böhm 1, Kühn 1, Michalczik 1, Schmidt 1, Wiencek.
Island: Gustavsson, Hallgrimsson – A. Gunnarsson 4/1, Sigurdsson 4/1, Smarason 4, Arnarsson 2, Gudjonsson 2, O. Gudmundsson 2, Petersson 2, Elisson 1, Jonsson 1, K. K. Kristjansson 1, V. Kristjansson 1, Thrastarson 1, Gislason.
Zuschauer: 13.037, SAP-Arena, Mannheim (ausverkauft).

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Moderiert wurde die Veranstaltung in Mannheim übrigens von MT-Pressesprecher Bernd Kaiser, der damit seinen 250. Einsatz am Mikrofon bei einem Länderspiel absolvierte.

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Stresstest gegen Österreich bestanden

Die deutschen Handballer haben ihre Generalprobe bei Co-Gastgeber Österreich bestanden. Drei Tage vor dem Turnierstart besiegte die Mannschaft von Bundestrainer Christian Prokop den Nachbarn in Wien mit 32:28 (15:14) und startet mit frischem Selbstvertrauen in ihre Medaillenmission.

"Am Ende ist es wichtig, dass wir unsere Vorgaben erfüllt und dass wir heute mehr Stress bekommen haben", sagte Prokop in der ARD. Seine Mannschaft sei zu halbherzig in die Zweikämpfe gegangen und habe zu viele Chancen vergeben: "Wir haben viel probiert, es sind wichtige Erkenntnisse dazugekommen, und trotzdem haben wir gewonnen."

Rund 75 Stunden vor dem EM-Auftaktspiel gegen die Niederlande zeigte das DHB-Team eine solide Vorstellung, ließ allerdings lange Zeit zu viele klare Torchancen ungenutzt. Im zweiten Durchgang ging der WM-Vierte dann konzentrierter zu Werke und gewann am Ende souverän.

Zum besten deutschen Torschützen avancierte Linksaußen Patrick Zieker mit sechs Treffern, Kreisläufer Jannik Kohlbacher traf fünfmal, Kapitän Uwe Gensheimer viermal. Zudem zeigte der eingewechselte Johannes Bitter im Tor wichtige Paraden. Prokop wechselte wie schon gegen Island (33:25) zwei Tage zuvor viel und gab seinem gesamten Kader Einsatzzeiten.

Am Dienstagvormittag reist das DHB-Team per Charterflieger PAV 5285 in den Vorrundenspielort Trondheim, wo am Donnerstag (18.15 Uhr/ZDF) der Auftakt gegen die Niederlande steigt. Weitere Gegner in der ersten Turnierphase sind Spanien (Samstag/18.15 Uhr/ARD) und Lettland (Montag/18.15 Uhr/ZDF).

Österreich - Deutschland 28 : 32 (14:15)

Österreich: Bauer, Eichberger – Posch 8, Bilyk 6, Bozovic 5, Frimmel 4, R. Weber 2/2, Brandfellnear 1, Dicker 1, Jochmann 1, Eichberger, Herburger, A. Hermann, Hutecek, Pratschner, Santos, Wagner, Zeiner, Zivkovic.
Deutschland: Wolff, Bitter – Zieker 6, Kohlbacher 5, Gensheimer 4/2, Kühn 3, Reichmann 3, Böhm) 2, Golla 2, Häfner 2, Kastening 2, Pekeler 2, Michalczik 1, Drux, Schmidt, Weber, Wiencek.
Zuschauer: 5.300, Stadthalle Wien (AUT).

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Auch die Schweiz und Kroatien sind für die EM bereit – Montenegro vergeigt die Testspiele

Mit Roman ("Sido") Sidorowicz (Schweiz), Nebojsa ("Simo") Simic (Montenegro) und Marino Maric (Kroatien) sind drei weitere Auswahlspieler der MT Melsungen bei der Europameisterschaft. im Einsatz

"Sido" holte ich mit der schweizer Auswahl im Vorbereitungsturnier "Yellow Cup" mit einem 31:27 über die Niederlande den Turniersieg. Der MT-Spielmacher steuerte dazu drei Tore bei. Die Schweiz startet am Freitag gegen Mitgastgeber Schweden in die Europameisterschaft.

Auch Marino Maric holte sich mit der kroatischen Nationalmannschaft in einem Vorbereitungsturnier den Titel. Der MT-Kreisläufer trug sich mit drei Treffern zum 33:28-Erfolg im abschließenden Spiel gegen Katar beim "Croatia Cup" in die Torschützenliste ein. Erster EM-Auftritt am Vorrunden Spielort Wien ist für die Kroaten am 9. Januar gegen Montenegro.

Das heißt, da trifft Marino Maric auf seinen Melsunger Vereinskameraden Nebojsa Simic. Im Gegensatz zur Schweiz und Kroatien hat Montenegro zuletzt jedoch zwei Negativerlebnisse in der Vorbereitung auf das Kontinentalturnier erleiden müssen. Niederlagen setzte es sowohl gegen Slowenien (22:37) als auch anschließend gegen Nordmezedonien (24:25).

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