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MT erhält HBL-Lizenz für kommende Saison

Am Donnerstag gab die DKB Handball-Bundesliga die Entscheidung der Lizenzierungskommission bekannt. Danach erhält die MT Melsungen wie auch alle anderen Vereine der 1. und 2. Bundesliga die Spielberechtigung für die Saison 2019/2020. Einzig der VfL Gummersbach bekam zur Auflage, die Finanzierungslücke bis Anfang Mai zu schließen.

Positiver Gesamttrend im Profihandball nimmt zu  - HBL arbeitet konsequent an der Weiterentwicklung der wirtschaftlichen Liga-Rahmenbedingungen!

Die Lizenzierungskommission des Handball-Bundesliga e.V. hat heute entschieden, dass alle sportlich qualifizierten Klubs in der 1. und 2. Handball-Bundesliga die Lizenz für die Spielzeit 2019/20 erhalten. Der VfL Gummersbach erhält die Lizenz allerdings unter der Bedingung, dass die derzeit bestehende Liquiditätslücke bis spätestens zum 03.05.2019 geschlossen wird. Dies muss gegenüber der Lizenzierungskommission nachgewiesen werden. Wird die Bedingung nicht innerhalb der gesetzten Frist erfüllt, gilt die Lizenz als nicht erteilt. Diese Entscheidungen hat die Lizenzierungskommission des Handball-Bundesliga e.V. unter Vorsitz von Rolf Nottmeier nach intensiver Prüfung der eingereichten Unterlagen und Durchführung zahlreicher Lizenzgespräche mit den Lizenzbewerbern getroffen.  

MT-Vorstand Axel Geerken: "Wir freuen uns, dass die von uns zugegebenermaßen erwartete Lizenz erneut ohne Auflagen erteilt wurde. Damit setzen wir die Tradition des Wirtschaftens mit Augenmaß fort. Der Dank gilt auch hier wieder unseren treuen Sponsoren, ohne die es in Nordhessen keinen Profihandball auf diesem Niveau geben würde. Wir fühlen uns nicht zuletzt deshalb verpflichtet, eine schlagkräftige und attraktive Mannschaft aufzustellen, die den hohen Erwartungen von uns selbst und von unseren Partnern und Fans gerecht wird. Unser Dank geht auch an unseren Aufsichtsrat als Kontrollorgan und unsere Steuerberater für die konsequente fachliche Unterstützung". Der Etat der Nordhessen wird für die kommende Saison von zuletzt 5,0 auf 5,5 Mio. Euro steigen.

Rolf Nottmeier: „Unsere Prüfungen haben erfreulicherweise ergeben, dass der vorgeschriebene Abbau von bestehendem negativem Eigenkapital durch alle Vereine weiter  konsequent  fortgesetzt wird. Zu einem Punktabzug aufgrund von Nichterfüllung der Verpflichtung zur Eigenkapitalverbesserung wird es dementsprechend nicht kommen. Besonders positiv ist festzuhalten, dass sich die Anzahl der Vereine, die inzwischen auf ein positives bilanzielles Eigenkapital blicken, weiter erhöht hat. Insgesamt konnten wir eine deutliche Zunahme der Finanzkraft der Vereine im Profihandball feststellen.“

Seit 2015 verpflichtet § 7 der Ordnung zur Lizenzierung (LZO) alle Vereine mit einem negativen bilanziellen Eigenkapital in den Folgejahren jeweils zu einer Eigenkapitalverbesserung von mindestens 10 Prozent, bis zur Erreichung eines positiven Eigenkapitals. Bei einer Nichterfüllung dieser Vorgabe zum 31.12.2018 hätte den betroffenen Vereinen ein Abzug von 4 Pluspunkten in der laufenden Saison oder eine Geldstrafe gedroht.

Im Rahmen des Lizenzierungsverfahrens überprüft die Lizenzierungskommission der Handball-Bundesliga die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Vereine. Unter die Lupe werden aber auch infrastrukturelle, rechtliche sowie sportliche Kriterien der Erst- und Zweitligisten genommen. Das Lizenzierungsverfahren ist eine entscheidende Instanz, die dem deutschen Profihandball wirtschaftliche Stabilität, einen fairen Wettbewerb und Integrität gibt.

Der unabhängigen Lizenzierungskommission gehören neben dem Vorsitzenden Rolf Nottmeier, Richter am Arbeitsgericht Minden, Olaf Rittmeier, Steuerberater und Frank Bohmann, Geschäftsführer der Handball-Bundesliga GmbH an. Unterstützt wird die Kommission durch Mattes Rogowski, Leiter Sport & Lizenzierungsverfahren bei der HBL GmbH.    
Die Lizenzentscheide für Aufsteiger aus der 2. Bundesliga in die DKB Handball-Bundesliga, für Aufsteiger aus den 3. Ligen in die 2. Bundesliga sowie für die Absteiger aus der DKB Handball-Bundesliga in die 2. Bundesliga werden in den kommenden Wochen bekanntgegeben. Die Ordnung zur Lizenzierung nebst Richtlinien (LZO) ist einsehbar unter www.dkb-handball-bundesliga.de. (DKB HBL)

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