
MT-Griechen setzten Akzente im WM-Quali-Spiel gegen Deutschland
Erstmalig seit zehn Jahren muss die deutsche Handball-Nationalmannschaft wieder eine Qualifikationsrunde für eine WM absolvieren. Der Gegner heißt in diesem Fall Griechenland. Nur der Sieger nach der Endabrechnung aus Hin- und Rückspiel fährt zur Weltmeisterschaft 2011 nach Schweden. Die am Samstag ausgetragene erste Begegnung in der Dortmunder Westfalen-Halle gewann Deutschland vor 6.500 Zuschauern mit 25:20 (14:9). Die zweite Partie steigt am 20. Juni im griechischen Drama (live ab 17.45 Uhr auf Sport1).
Bundestrainer Heiner Brand hatte vor den Griechen gewarnt. Schon im vergangenen Jahr hatte es in zwei Freundschaftsspielen in Kassel und Minden lediglich zu einem 27:22 und zu einem 31:28 gereicht. So gerieten auch die ersten 20 Minuten in Dortmund zu einem zähen Ringen. Deutschland legte zwar vor, aber Griechenland ließ sich nicht abschütteln. Im Gegenteil, beim 9:9 waren die Hellenen mit den Gastgebern auf Augenhöhe. Bis dahin bestimmten im Wesentlichen Holger Glandorf als Hauptschütze für Deutschland und Dimitrios Kaffatos, Torhüter der Griechen, das Bild.
Erst in den letzten zehn Minuten des ersten Druchgangs gelang es der Deutschen Mannschaft, sich etwas abzusetzen. Mit vier schnellen Toren, davon zwei Gegenstöße (Schöne und Kraus), einem Kracher von Kaufmann und einem gelungenen Zusammenspiel von Pfahl und Kraus stand es plötzlich 13:9. Und nachdem Carsten Lichtlein einen Strafwurf von Savas Karipidis vereitelte, legte Dominik Klein zum 14:9-Halbzeitstand nach.
Mit dem Start in die zweite Spielhälfte knüpfte die deutsche Mannschaft nahtlos an den ersten Durchgang an und konnte den Vorsprung bis zur 40. Minute gar auf 20:13 ausbauen. Auf griechischer Seite setzten als Torschützen nach wie vor die MT-Akteure Savas Karipidis und Grigorios Sanikis die Akzente. Nur bedingt konnte sie Alexandros Vasilakis unterstützen. Trainer Nikolaos Mantzos hatte den zweitstärksten Melsunger Bundesligaschützen überraschenderweise die ganze erste Halbzeit über auf der Bank schmoren lassen. So brauchte der MT-Goalgetter auch nach seiner Einwechslung in Halbzeit etwas Zeit, um aufzutauen.
Der Sieben-Tore-Vorsprung hatte für das Team von Heiner Brand, das zwischenzeitlich auch in der Abwehr an Stabilität gewann, bis zur 57. Minute Bestand (25:18). Doch die um jeden Treffer kämpfenden Griechen schafften es, in der Restspielzeit noch auf 25:20 zu verkürzen. So dürfen sie sich noch eine gewisse Hoffnung für das Rückspiel in der Heimat machen. Umgekehrt darf sich Deutschland auf keinen Fall schon in Sicherheit wiegen.
Statistik:
Deutschland – Griechenland 25 : 20 (14:9)
Deutschland:
Heinevetter, Lichtlein - Hens, Gensheimer (8/1), Roggisch, Klein (1), Pfahl (1), Preiß (1), Flohr, Glandorf (7), Kraus (2), Schöne (3), Kaufmann (1), Haaß (1).
Griechenland:
Kaffatos, Delios - Zampounis, Tzimourtos, Mastorogiannis (2), Riganas (2), Zaravinas, Balomenos, Vakalis (1), Vasilakis (2/1), Tzoufras, Chalkidis (2), Sanikis (5), Karipidis (6/2)
Zuschauer: 6.500, Westfalen-Halle Dortmund
Schiedsrichter: Oscar Raluy Lopez/Angel Sabroso Ramirez (ESP)
Strafminuten: 4 / 6
Spielfilm: 1:0 (2.), 3:3 (8.), 5:3 (12.), 7:5 (15.), 7:7 (16.), 9:9 (20.), 12:9 (24.), 14:9 (HZ); 15:9 (32.), 17:11 (35.), 20:13 (40.), 20:15 (43.), 23:17 (49.), 25:18 (57.), 25:20 (EN)




