MT spielbestimmend - aber Wetzlar gewinnt
52 Minuten lang bestimmte die MT Melsungen das Hessenderby gegen die HSG Wetzlar, aber auf der Zielgeraden musste sie sich den Hausherren beugen. Nachdem die Bartenwetzer zur Halbzeit mit 16:14 vorn lagen, kontrollierten sie das Spiel auch über weite Strecken des zweiten Durchgangs. Ausgerechnet Michael Allendorf, der künftige Melsunger, gab dann mit seinem zweiten Treffer zum 27:26 für die HSG (53.) das Signal zur Wende. In den verbleibenden Minuten bewiesen die Mittelhessen dann das bessere Stehvermögen und entschieden das zehnte Hessenderby mit 32:30 zu ihren Gunsten.
Beste Werfer für die MT waren das griechische Trio Karipidis mit 10/5 und Vasilakis und Sanikis mit jeweils 6 Toren.
Für Wetzlar trafen Schmidt (8/2), Smoler und Christophersen (jeweils 6) am häufigsten. (MT-Pressestelle)
So schreibt handball-world.com:
Das Hessenderby war anfangs ein zähes Ringen, in dem sich beide Teams schwer taten. Denm ersten Treffer durch Savas Karipidis nach fast vier Minuten folgte nach fünfeinhalb Minuten das 2:1 durch Avishay Smoler. Der zuletzt von Trainer arg kritisierte Rechtsaußen setzte im ersten Durchgang vier Treffer und zeigte sich deutlich verbessert. Seine HSG geriet allerdings schnell wieder in Rückstand. Den Ausgleich von Kevin Schmidt drehten die nun im Angriff beweglicheren Melsunger durch Vukovic, Karipidis und Sanikis zum 4:7 (15.).
Wetzlar kämpfte weiter, musste aber nach der Zweiminutenstrafe gegen Sven-Sören Christophersen durch den Strafwurf von Karipidis erneut beim 7:11 vier Tore Differenz verdauen. Bis zum Pausenpfiff legten die Gastgeber allerdings noch einmal zu, Smoler und Salzer verkürzten, ehe in Überzahl – Brouka saß draußen – Christophersen beim 14:15 den Anschluss schaffte. Karipidis traf dann wieder für den MT, der letzte Angriff der Wetzlarer verpuffte hingegen, zum Seitenwechsel musste Wetzlar zwei Treffer der Nordhessen aufholen.
Und genau daran versuchte sich die HSG dann in den zweiten dreißig Minuten auch. Schmidt und Christophersen schafften jeweils den Anschluss, ehe dann nach 40 Minuten Smoler zum 19:19 traf, dem ersten Ausgleich nach dem 4:4 in der Anfangsphase. Melsungen konnte durch einen Doppelschlag von Alexandros Vasilkis zwar noch einmal auf 21:23 davonziehen, aber Wetzlar hatte nun mehr Leidenschaft und auch mehr Willen, dieses Spiel für sich zu entscheiden.
Das 23:26 durch Daniel Tellander sollte der letzte Treffer der Gäste für lange Minuten gewesen sein. Während Melsungen nun immer wieder in der Wetzlarer Deckung hängen blieb, zeigte die HSG mehr Zug zum Tor, Smoler, Schmidt, Salter und dann Allendorf in seinem letzten Heimspiel in Wetzlar sorgten für die 27:26 Führung. Wenig später legten Salzer und Allendorf nach, der junge Lukas Loh traf gar zum 31:28 (56.). Während sich HSG-Coach Michael Roth im Disput mit den Offiziellen noch eine Zeitstrafe einhandelte, vergab Vasilakis vom Siebenmeterstrich die Chance auf den Anschluss der Melsunger. Das 32:29 durch den wuchtigen Wurf von Christophersen zum 32:29 war dann die Entscheidung, Wetzlar hatte am Ende noch ein Spiel aus dem Feuer gerissen, welches lange Zeit schon verloren schien. (handball-world.com)
Statistik
Wetzlar: Nikolai Weber, Krasavac (ab 47.) - Schmidt (8/3), Sebastian Weber (1), Smoler (6), Christophersen (6), Salzer (4), Valo, Allendorf (3), Chalkidis, Werum (2), Jungwirth (n.e.) Loh (2), Schneider, Ludwig (n.e.).
Melsungen: Kelentric, Lechte (n.e.) - Brouka (1), Schöngarth, Anusic (1), Tellander (1), Tzimourtos, Vasilakis (6), Treutler (n.e.), Danner (2), Sanikis (6), Karipidis (10/5), Vuckovic (3).
Schiedsrichter: Geipel/Helbig (Steuden/Landsberg)
Zuschauer: 3.633, Rittal-Arena, Wetzlar
Zeitstrafen: 1 - 4 (HSG: Christophersen - MT: Anusic 2x Brouka, Tellander)
verworfene Siebenmeter: Christophersen (Wetzlar) scheitert an Kelentric (2.), Salzer (Wetzlar) wirft übers Tor (4.), Vasilakis (Melsungen) scheitert am Innenpfosten (58.)
Spielfilm: 1:1 (6.), 3:3 (9.), 4:5 (12.), 4:7 (15.), 7:9 (18.), 7:10 (21.), 9:13 (24.), 13:15 (27.), 14:16 (HZ), 15:17 (33.), 16:18 (36.), 17:18 (39.), 21:21 (42.), 22:23 (45.), 23:26 (48.), 25:26 (51.), 28:27 (54.), 31:28 (57.), 32:30 (EN)




