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MT unterliegt zweimal im Test gegen Wetzlar

Innerhalb von nur 18 Stunden musste die MT Melsungen in den beiden Testspielen gegen Ligakonkurrent Wetzlar gleich zwei knappe Niederlagen einstecken. Am Freitagabend zog die MT in der Melsunger Stadtsporthalle mit 29:31 (19:17) und am Samstagmittag in der Dutenhofener Sporthalle mit 30:29 jeweils den Kürzeren. MT-Trainer Zinglersen erkannte dennoch einen Aufwärtstrend.

Wer am Freitag in Melsungen gegen Wetzlar auf ein Wiedersehen mit dem Ex-Melsunger Daniel Valo gehofft hatte, wurde enttäuscht. Denn der Slowake lag krank im Bett. Auch die MT war personell geschwächt: durch die Ausfälle von Dalibor Anusic, Dimitrios Tzimourtos und Chris Treutler. Dennoch ließ es sich für die Gastgeber vor 250 Zuschauern in der Stadtsporthalle ganz gut an. In der gleichen Anfangsformation wie am Vorabend in Gensungen (40:31-Erfolg) ging Melsungen durch Treffer von Thomas Klitgaard, Nenad Vuckovic (2) und Jens Schöngarth mit 4:1 in Führung. Wetzlar blieb aber dran und hatte in der 17. Minute beim Stand von 11:11 die Chance zur Führung, doch Kevin Schmidt scheiterte beim Gegenstoß freistehend an Torwart Mario Kelentric.

So behauptete die MT, obwohl Coach Ryan Zinglersen die Wechselspielchen aus dem Vorabendduell gegen Gensungen/Felsberg wiederholte, bis weit in die zweite Halbzeit hinein einen knappen Vorsprung. In der 54. Minute übernahm dann aber doch die HSG die Führung: Michael Allendorf traf zum 28:27. Mit dem 31:29 durch Timo Salzer kurz vor Ende war die Partie zu Gunsten der Wetzlarer, bei denen der deutsche National-Halblinke Sven-Sören Christophersen mit 8/3-Treffern sowie Alois Mraz (6) am erfolgreichsten waren, entschieden.

Gastgeber MT hatte in Nenad Vuckovic, Jens Schöngarth und Thomas Klitgaard  seine Torgaranten. Die dei erzielten zusammen 19 der 29 Melsunger Treffer. Indes wurde das Spiel über die Außen fast völlig vernachlässigt. Daniel Tellander und Ivan Brovka versauerten am linken Flügel genauso wie ihr Gegenüber Savas Karipidis. Und weil sich auch kaum Gelegenheiten zum Gegenstoß ergaben, blieb der Treffer von Ivan Brovka der einzige, den die drei erzielen konnten.

„Wir haben uns zu viele technische Fehler geleistet“, bemängelte Zinglersen. Der MT-Coach hatte stets blockweise durchgewechselt, damit jeder Spieler zu seinen Einsatzzeiten kommt. Da gab es dann logischerweise auch mal Formationen, die im echten Wettkampf nicht unbedingt so auf der Platte zu finden sein werden (z.B. Vasilakis oder Danner auf Rechtsaußen, Junillon auf Halblinks). "Aber egal in welcher Besetzung man auf dem Feld steht, die Bereitschaft zur Abwehrarbeit muss stest erkennbar sein. Das war heute nicht unbedingt der Fall. Im Spiel am Samstag in Wetzlar werden wir etwas anders wechseln, obwohl wir auch dann wieder improvisieren müssen. Savas Karipidis will ich nach seiner Rückkehr noch nicht überlasten. Weil aber auch Dimitrios Tzimourtos zwei, drei Wochen auszufallen droht (bei ihm müssen im Ellbogen freie Gelenkkörper entfernt werden), werden auf Rechtsaußen auch mal Spieler eingesetzt, die ansonsten dort nicht angestammt sind", erklärt Ryan Zinglersen.

Am Samstag in Dutenhofen knüpften die Gastgeber vor ca. 150 Zuschauern an die konzentrierte Leistung vom Vorabend an und errangen dank zahlreicher Tempogegenstöße und durch einen stark aufspielenden Youngster Timm Schneider schon zur Halbzeit einen 15:13-Vorsprung. Hinten gab Torwart Krasavec der HSG-Abwehr einen sicheren Halt. Dass die HSG auch im zweiten Durchgang ihren Lauf fortsetzen konnte, lag zum einen an der weiterhin aggresiv und engagiert agierenden Abwehr - diesmal vor einem sicheren Weber im Tor - und an der Treffsicherheit von Alois Mraz. Der Tscheche warf wie schon im ersten Testspiel wieder 7 Tore.

Auf der anderen Seite war Trainer Ryan Zinglersen mit dem Auftritt seiner Schützlinge trotz der knappen Niederlage nicht unzufrieden. "Wenn man verloren hat, klingt anschließend ein positives Resümee zwar etwas überraschend, aber in diesem Fall war es so", erklärt der MT-Coach. "Wir haben uns in der Abwehr gesteigert und auch in puncto Spieltempo nochmal zugelegt. Die MT und Wetzlar liegen leistungsmäßig auf dem gleichen Niveau. Deshalb gehen die Spiele gegeneinander knapp aus. Das glücklichere Ende hatte an diesem Wochenende eben zweimal die HSG. Ich habe aber schon vor diesen Spielen gesagt, dass mich nicht die Resultate interessieren, sondern der Prozess, den wir durchlaufen. Gefallen hat mir u.a., dass sich Savas und Vladica zurück gemeldet haben, und dass sich auch Franck jetzt noch besser in unser Konzept hinein spielt. Er hat übrigens am Samstag eine sehr gute Leistung gezeigt".

Ab Montag will der Coach dann den üblichen Trainingsrhythmus aufnehmen, um die Mannschaft gezielt auf das schwere Bundesligaspiel in Balingen vorzubereiten (Sa., 21.02., 17.45 Uhr, Sparkassen-Arena Balingen). "Wir haben jetzt noch ein Woche Zeit. Die wollen wir sehr gut nutzen. Schon am Montag gibt es die erste Taktikbesprechung", verrät Zinglersen.

Freitag:
MT - Wetzlar: Kelentric (1.-30.), Lechte (31.-60.); Vasilakis, Tellander, Karipidis, Stojanovic 3, Klitgaard 7, Danner 3, Schöngarth 5, Brovko 1, Vuckovic 7/3, Sanikis 1, Junillon 2.

Samstag:
Wetzlar - MT: Kelentric (1.-30.), Lechte (31.-60.); Brovko (2), Schöngarth, Junillon (7), Klitgaard, Tellander (1), Vasilakis (8), Stojanovic (1), Danner (2), Sanikis (n.e.), Karipidis (4), Vuckovic (4).

(Björn Mahr, HNA und MT-Pressestelle)

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